I HATE Fairyland – ein Beispiel zur Heldenreise


"I hate Fairyland - Verrückt bis an ihr seliges Ende" ist eine der besten Märchen-Parodien, die ich je gelesen habe. Finde mehr über diese geniale Action-Story heraus.

I Hate Fairyland – Verrückt bis an ihr seliges Ende

04. Mai 2021 0
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So geht's:

Egal, welche Art von Roman oder Film, ich werde immer die folgenden Fragen zu dem jeweiligen Beispiel beantworten:

 

Du kennst I Hate Fairyland – Verrückt bis an ihr seliges Ende noch nicht?

Vermeide, dass ich dir die Geschichte mit der folgenden Analyse spoiler, bevor du sie nicht selbst gesehen oder gelesen hast. Zu Amazon



I HATE Fairyland – ein Beispiel zur Heldenreise

Taschenbuch oder
bei Filmen: DVD
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bei Filmen: Blu-Ray

Hinweis: Die Einordnung des Genres erfolgt nach dem Story Grid. Mehr dazu in dem Beitrag: Buch & Genre.


I Hate Fairyland – Verrückt bis an ihr seliges Ende - I HATE Fairyland – ein Beispiel zur Heldenreise

Wovon handelt I Hate Fairyland?

Amazon Beschreibung:

Im zartesten Jugendalter wünscht sich Gertrude in ein fernes Wunderland voller Freude und fröhlichem Lachen. Prompt wird sie in eben jenes Wunderland katapultiert. Um wieder in ihre Welt zurückzukehren zu können, muss Gert mit Hilfe einer Karte einen geheimnisvollen Schlüssel finden. Doch Gert ist nicht die Flinkste und so zieht sich ihre Suche über stolze und keineswegs fröhliche 27 Jahre. Äußerlich noch immer ein Kind, ist Gert innerlich zu einer verbitterten, bösen Zicke mutiert, der kein Schimpfwort zu schmutzig und kein Gemetzel zu blutig ist!

 

I hate Fairyland: Mein erster Eindruck

Ich liebe I HATE fairyland! Warum? Weil diese Story zeigt, wie wütend man werden kann, wenn man in einer Welt festsitzt, in der einen niemand ernst nimmt. Es trifft einen Verzweiflung und man würde am liebsten um sich schlagen.

So wie die Protagonistin Gertrude - gefangen in einem riesigen Märchenland, konfrontiert mit lustigen Kreaturen, seltsamen Rätseln und einer unmöglichen Aufgabe.

Und all die Qualen, die sie seit über 27 Jahren erleidet, in einer scheinbar perfekten Welt!

 

Es gab zwei Dinge, die mir besonders bei I HATE Fairyland gefielen.

»I hate Fairyland ... nimmt die Tropen aus klassischen Kindermärchen und tritt ihnen direkt in die Eier, bevor es ihnen das Herz herausreißt.« – Horror Talk

Zuallerst...

Erstens, wie der Autor Skottie Young unsere gewohnte Wahrnehmung von Märchen und all ihren Geschöpfen auf den Kopf stellt. Normalerweise betrachten wir die guten Wesen dieser zweischneidigen Welt der Extreme von Gut und Böse als diese ewig lächelnden Wesen. Sie erinnern uns an jene Menschen, die einen nur ihre grinsende Fassade zeigen, oberflächlich sind und jedes Unglück akzeptieren, als ob sie nichts mehr fühlten.

Wir zweifeln dann an uns und man hinterfragt sich, ob wir diejenigen sind, die seltsam sind, weil diese Menschen, die so tun, als gäbe es eine perfekte Welt, uns krank machen.

Natürlich ist Gertrude ein Charakter im Extrem.

Ihre Rebellion gegen die märchenhafte Welt könnte nicht bösartiger sein.

Aber als Erwachsene wissen wir, dass das Leben kein Märchen ist. Also lasst uns ausnahmsweise mal mit dem fröhlichen Getue aufhören und denen unsere Meinung servieren!

 

Zweitens ...

Zweitens gefiel es mir, wie gut man die Stufen von Voglers Heldenreise in dieser Geschichte herausfiltern kann.

Es ist so gut gemacht, dass ich am Ende dieses Artikels eine Heldenreise-Analyse zu I HATE Fairyland angefügt habe.

 

Das Lesen macht bei dieser Geschichte so richtig Spaß!

Denn der Autor hat bekannte Geschichten genial eingebunden, obwohl er ihnen einen leicht abgeänderten Namen gab: Shroom Patrol (Doom Patrol) oder Faun of the Dead (Dawn of the Dead).

I hate Fairyland - Scottie Young - Madly Ever AfterUnd natürlich die ins Süße verwandelten Schimpfwörte (Beispiele der englischen Ausgabe):

  • Where the spell ... (= Where the hell)
  • Hugger Fluffin ;-)
  • Muffin Fluffer ;-)
  • Fluff ;-)
  • Sass (= ass)
  • That Gitch! (= That Bitch)
  • Hug off (= Fu** off).

 

Haha, einfach genial!

 

1. Was ist das globale Genre von I hate Fairyland 01: Verrückt bis an ihr seliges Ende

Schauen wir uns das Cover an: Hier sieht man das grünhaarige Mädchen mit einer blutigen Streitaxt auf einem getöteten Pilz stehen. Und zudem türmen sich viele andere tote Märchenwesen um sie herum auf.

Es ist also zweifelsohne eine Geschichte, in der es um Leben und Tod geht. Es ist eine Action-Geschichte.

Und es wäre nicht falsch, anzunehmen, dass diese Geschichte eine neue Form eines innovativen Thrillers ist.

Die Bedrohung durch die Verdammnis ist klar auf den Punkt gebracht:

Sollte Gertrude nicht den Schlüssel finden, der sie zurück in ihre Welt bringen kann, wird sie für immer und ewig in Fairyland festsitzen.

Und das tut sie bereits - seit verdammten 27 Jahren.

Gertrude lebt in ihrer eigenen persönlichen Hölle.

Sie hat die Negation der Negation erreicht - ein Schicksal schlimmer als der Tod - weil sie nicht mehr nach Hause zu ihren Eltern zurückkehren kann.

Sie wird von ihrem sorglosen Kindheitsleben ferngehalten, weil sie erst diese blöde Aufgabe erfüllen muss, um den Schlüssel zu bekommen. Und niemand scheint bereit zu sein, einem kleinen Mädchen zu helfen, das seit fast 3 Jahrzehnten versucht, diese Aufgabe zu meistern.

Aber auch wenn die Verdammnis so offensichtlich heraussticht, ordne ich diese Story dennoch nicht als Thriller ein.

Ja, der Held wird zum Opfer.

Der MacGuffin der Königin ist die Ermordung von Gertrude als Mittel, um den Frieden in Fairyland wiederherzustellen.

Aber vor allem braucht ein Thriller immer ein inneres inhaltliches Genre für den Protagonisten.

Meistens ist es eine Art Weltanschauungsgeschichte, in der der Held seine innere Gabe freisetzt, um den Antagonisten zu bezwingen.

Aber Gertrude ist am Ende der Story die gleiche Person wie am Anfang: Sie besitzt noch immer die gleiche moralische Haltung, die gleiche schwarz-weiß Weltsicht und sogar ihr Status ist unverändert (okay, sie ist jetzt die Königin, aber das war nie ihr bewusstes oder unbewusstes Ziel). Sie wird immer noch von den Märchenwesen gehasst, und nicht bewundert. Daher ist ihr Status ebenso derselbe geblieben.

 

Eine Anmerkung zu den Konventionen einer Actionstory:

Eine weitere interessante Konventionen in einer Action-Geschichte ist die Zusammenstellung der unterschiedlichen Rollen der Figuren. Die Rollen von Held, Opfer und Bösewicht müssen klar definiert sein.

Aber was ist mit Gertrude?

Sie ist die Protagonistin der Geschichte, aber das bedeutet nicht, dass sie die Rolle der Heldin einnimmt.

Es ist ein bisschen wie in dem Thriller "Das Parfüm" des deutschen Schriftstellers Patrick Süskind.

Der Protagonist Grenouille war ein Opfer der Gesellschaft, in welcher er lebte. (Lese hier meine Analyse von "Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders".)

Er war auch ein Serienmörder und der Bösewicht in den Augen der Gesellschaft.

Aber das waren die Leute auch für ihn - Schurken. Und er war ein Held, weil er versuchte, seiner inneren Gabe gerecht zu werden, auch wenn er am Ende erkannte, dass das, was er wollte (die Liebe der Menschen), das war, was er am meisten verachtete, und das ihn zum Selbstmord brachte.

 

Gertrude ist der größte und schlimmste Dorn in den Augen der Königin von Fairyland.

Die Königin will das grünhaarige Mädchen loswerden, weil Gertrude die schöne und fröhliche Welt von Fairyland abmurkst.

Gertrude ist nicht nur eine Serienmörderin, sondern auch eine Massenmörderin, im wahrsten Sinne des Wortes!
Gertrude kann als die bösartigste Kreatur angesehen werden, die in Fairyland existiert.

Aber ist sie wirklich der Bösewicht?

Sie ist doch das Opfer, oder?

Sie wurde aus ihrem Kinderzimmer entführt (aus ihrer heilen Welt!), und ist hart in Fairyland aufgeschlagen. Ein Ort, wo alles ein fröhlicher Scherz für jeden zu sein scheint. Denn solange man mit einem Lächeln antwortet, ist die Welt gut zu einem.

Doch für Gertrude, ein kleines Kind, das nur wieder nach Hause will, ist dieses Land ihre persönliche Hölle.

Sie ist also das Opfer.

Und sie muss eine Art Heldin werden, um den Wahnsinn, der sie umgibt, zu überleben.

Und sie baut diese böse Persönlichkeit auf, um dieser zuckerwatteverrückten Welt irgendwie zu zeigen, dass sie zur *fluffing Hölle kehren kann.

 

I HATE fairyland ist eine Fantasy Action Story.

Um das Subgenre und die Handlung einer Action-Story zu bestimmen, schauen wir uns die Gegenspieler an.

I HATE fairyland ist eine Action-Story mit einer Labyrinth-Handlung. Gertrudes externes Objekt der Begierde ist es, den Schlüssel zu finden, um wieder nach Hause zu kommen. Sie muss sich durch die riesige Welt des Märchenlandes manövrieren, um irgendwie und irgendwo diesen Schlüssel zu finden.

Für die Königin könnte man argumentieren, dass es sich um einen Retterplot mit negativem Ausgang handelt. In einem Retter-Plot kämpft der Held gegen einen Bösewicht, der die Gesellschaft zerstören will (z.B. Batman vs. Joker). ABER Gertrude will die Gesellschaft des Märchenlandes nicht zerstören.

Sie schlägt einfach auf jeden ein, der sich ihr in den Weg stellt. Für die Königin ist es also eher ein Kollisionsplot, weil sie zwei Helden (Gertrude und Happy) gegeneinander aufhetzt.

 

Laut Shawn Coyne ist die Action-Geschichte unsere ursprünglichste Geschichte. Es geht um das Überleben und die Sicherung unserer notwendigsten physiologischen Bedürfnisse.

Bei I HATE Fairyland handelt es sich um ein externes Genre, das sich um die Werte von Leben und Tod dreht.

Meistens folgen zeitgenössische Action-Geschichten der Heldenreise (Hero's Journey).

Im Action-Genre steht die physische Handlung im Vordergrund der Erzählung. Der Protagonist wird typischerweise in eine Reihe von Herausforderungen wie Kämpfe, Verfolgungsjagden oder Schießereien gestürzt. Die Geschichten sind temporeich und zeigen in der Regel einen einfallsreichen Protagonisten, der in lebensbedrohlichen Situationen gegen einen Antagonisten (mit enormen Kräften) kämpft.

 

2. Was sind die Pflichtszenen und Konventionen des globalen Genres?

I hate Fairyland - Scottie Young - Madly Ever AfterPflichtszenen einer Actionstory:

  • Eine aufregende Attacke des Antagonisten oder der Umwelt.
    Gertrude wird aus ihrem Kinderzimmer gerissen und landet kopfüber im Märchenland.
  • Der Held verweigert es die Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.
    Gertrude entzieht sich nicht ihrer Verantwortung, die Herausforderung anzunehmen. Sie nimmt die Karte von der Königin und macht sich auf den Weg, um diesen dummen Schlüssel zu finden. Dabei weiß sie nicht einmal, womit sie es zu tun hat. Auch wenn die Szene fehlt, wo der Held noch herum druckst bevor es los geht, funktioniert die Geschichte trotzdem. Warum? Weil Gertrudes Unmut, im Märchenland zu sein, von Anfang an gezeigt wird. Ich meine, sie hat ja keine andere Wahl. Man hat sie in ihrem Kinderzimmer ja nicht gefragt, ob sie Lust hätte, nach Fairyland zu kommen. Sie hat überhaupt keine Möglichkeit, dieses Quest abzulehnen. Außerdem wird sie es als kleines Mädchen aus ihren Märchenbüchern kennen, dass jeder Held eine Aufgabe auferlegt bekommt, der er sich stellen muss. Also nimmt sie auch die ihre an und legt los.
    Dieses Verhalten ist ein Hinweis auf ihre Persönlichkeit, die nur noch stärker zum Ausdruck kommen wird. Gertrude ist sehr gut darin, Dinge zu ertragen, aber noch besser ist sie, wenn sie ihren Unmut so richtig zeigen kann.
  • Gezwungen, die bekannte Welt zu verlassen, rebelliert der Held.
    Das ist das Tolle und Innovative an dieser Geschichte. Gertrude wehrt sich gegen die allgemeine Annahme, dass sie das glückliche kleine Mädchen sein muss, das es allen recht macht, um den Schlüssel zu bekommen. Von Anfang an will sie nicht im Märchenland sein, aber sie wird mit dieser Aufgabe belastet, die ihr zu schwer zu sein scheint. So schlägt sie immer mehr um sich, weil ihre Suche sie immer verzweifelter werden lässt.
  • Der Held findet heraus und versteht, was das MacGuffin des Antagonisten ist.
    Nach Gertrudes Begegnung mit Happy trifft Gertrude auf die Königin. Und Gertrude findet heraus, dass die Königin möchte, dass Gertrude Einwohnerin des Märchenlandes wird, damit die Königin endlich in der Lage ist, das kleine Mädchen zu verletzen und zu töten.
  • Die erste Strategie des Helden, den Antagonisten zu besiegen, schlägt fehl.
    Gertrude gegen die Königin: Es ist, als würde Gertrude die Königin verspotten: "Du kannst mir nichts tun, weil ich ein Gast bin und die Regeln sagen, dass man seinen Gästen nichts antun darf." Aber Gertrude erfährt, dass die Königin sie töten kann, wenn das andere Mädchen den Schlüssel ergattert und das Märchenland zuerst verlässt.
    Gertrude vs. Happy: Happy ist eine weitere Konkurrentin bei der Suche nach dem Schlüssel. Gertrude denkt, sie kann Happy einfach den Kopf abschlagen, aber Happy schießt sie mit ihrem Regenbogenstrahl weg.
  • Alles-ist-Verloren Moment: Der Held sieht ein, dass er seine Herangehensweise ändern muss, um irgendwie noch eine Chance zu haben, zu gewinnen.
    Gertrude verfolgt die Jagd nach dem Schlüssel nicht weiter, sondern will sich die Macht eines der sieben bösen Schicksale zunutze machen, um Happy zu besiegen.
  • Der Held befindet sich in der Gnade des Schurken. 
    Gertrude kommt gerade noch rechtzeitig, als Happy das Märchenland verlassen will. Gertrude besiegt Happy durch ihre neuen Kräfte der dunklen Magie. Außerdem tötet sie die Königin. Es gibt nicht viel von der Szene "Held in der Gnade des Bösewichts" im typischen Sinne eines John McClane, der an einen Stuhl gefesselt ist - wie ein Held, dessen Kampf fast verloren ist, weil der Bösewicht einfach zu mächtig oder zu clever erscheint. ABER wenn man sich Gertrude anschaut: Sie steht unter einem großen Druck. Da ist dieses eine schillernde kleine Mädchen und könnte den Schlüssel bekommen, was bedeuten würde, dass Gertrude für alle Ewigkeit im Feenland festsäße. In diesem Moment ist Gertrude der Gnade von Happy ausgeliefert. Und Happy wird nicht nachgeben. Also wird Gertrudes besondere Gabe freigesetzt, als sie all ihre Kampfkünste einsetzt, um die Horden von Lord Darketh Deaddeath zu besiegen, damit sie seine Macht einsetzen darf.
  • Das Opfer des Helden wird belohnt.
    Haha, für Gertrude ist es zumindest eine Form von Welterkenntnis (internes Genre: Weltanschauung-Offenbarung): Wenn du die Königin tötest, wirst du die Königin.

 

 

Konventionen einer Actionstory:

  • Held, Opfer, Bösewicht (Diese Rollen müssen in der Geschichte klar definiert sein. Der Protagonist muss ein Held sein.)
    Gleich zu Beginn der Geschichte werden wir Zeuge, wie Gertrude gegen ihren Willen ins Märchenland gerissen wird. Wir fühlen mit ihr und wollen, dass sie wieder aus dieser Welt herauskommt. So sehen wir sie als Heldin. Sie ist auf der Heldenreise, beladen mit einer Aufgabe: ihren Weg zurück nach Hause zu finden - wie Dorothy im Zauberer von OZ oder Alice im Wunderland oder Bastian in der Unendlichen Geschichte.
  • Das externe Objekt des Verlangens des Helden ist es das Opfer zu retten und den Schurken zu besiegen.
    Gertrude will sich retten, weil sie das Opfer dieses märchenhaften Unsinns ist. Ihre Gegenspieler sind sowohl die Königin als auch das andere kleine Mädchen Happy.
  • Das Machtgefälle zwischen dem Helden und dem Bösewicht ist sehr groß. Der Bösewicht ist viel mächtiger als der Held.
    Die Königin besitzt sehr viel Macht. Und Gertrude ist nur ein kleines Mädchen in einer fremden neuen Welt. Sie muss sich einer Aufgabe und auch Kreaturen stellen, auf die sie nie vorbereitet war. Aber sie tut es trotzdem.
    Am Ende kehrt sich das Kräfteverhältnis um, da Gertrude eindeutig auf die dunkle Seite wechselt und selbst zum Bösewicht wird, während Happy die Heldin ist, der es nicht gelingt, ihre Gabe gegen Gertrude einzusetzen, um sie zu überlisten oder zu überwältigen. Gertrude ist zu stark geworden, indem sie sich die Macht eines der bösen Schicksale zunutze gemacht hat.
  • Subgenrespezifische Konventionen: Je nach Subgenre sind andere Konventionen und Tropen erforderlich.
    In I HATE Fairyland gibt es eine Menge Tropen, die man gemeinhin von Geschichten über Märchen und Feenwesen erwartet, wie allwissende Erzähler, die Schwarz-Weiß-Darstellung von Gut und Böse usw.
  • Rede zur Anpreisung des Schurken.
    Es gibt mehrere Lobreden bezüglich des Bösewichts, abhängig von der Figur, die die Worte äußert und wen die Figur für den Bösewicht hält. Wenn wir uns alle Märchenfiguren ansehen, ist der Bösewicht Gertrude. Man erfährt als Leser, dass Gertrude von Anfang an eine Mörderin ist:

 

Anpreisung von Gertrude:

»Es war ein Albtraum. Nichts als das Grün ihrer Haare ... und das Blut meines Volkes.« – Thaddeus J. Star, RIP

»Das süße junge Mädchen, das einst von Hoffnung und Freude erfüllt war, wurde eingenommen von dem hasserfüllten, elenden, ekelhaften, abstoßenden, erbärmlichen, entsetzlichen, fauligen ...« – der Mond als Erzähler

»Sie ist etwa einen Meter groß, hat grünes Haar und Augen, die den Nixnot das Fürchten lehren würden.« Die Königin beschreibt Gertrude für Bruud, den Brutalen.

 

Larry's Anpreisung von Happy

»Gert? Komm schon! Ich weiß, es ist peinlich, von einem Mädchen verprügelt zu werden, das Regenbögen schießt ...«

 

Getrudes Anpreisung der Fairyland-Welt:

»Wie soll ich dieses ganze PLUSH verstehen, wenn ich immer am Rande eines rätselbedingten psychotischen Zusammenbruchs und des dunklen Abgrunds eines diabetischen Komas schwanke? Meine Tage sind gefüllt mit endlosen Mengen an bunten Farben, die kein menschliches Auge aufnehmen sollte, während meine Nächte den schrecklichen Schlafliedern der Länder zur gleichen MUFFIN FLUFFIN' Zeit lauschen.«

 

Die Hexe Horribella preist die Königin an:

»Hier ist meine Karte. Wenn Queeny Gert nicht tötet, sag ihr, Horribella hat einen Auftrag für sie. So was Böses könnte ich gebrauchen.«

 

3. Was sind die Objekte des Verlanges?

Protagonist Gertrude:

Gertrude möchte den Schlüssel finden, um dem Märchenland entkommen zu können.

Das ist ihr äußeres und bewusstes Objekt der Begierde.

 

Internes Genre?

Es gibt kein inneres Objekt der Begierde für Gert.

Sie sucht nicht nach Macht oder Bewunderung (Status), sie sucht nicht nach Sinn, verliert ihren Glauben oder verändert ihr Denken zum Guten oder Schlechten (Weltanschauung) und sie stellt die Bedürfnisse anderer nicht über ihre eigenen (Moral).

Ihr äußeres Bedürfnis ist so *fluffig stark, dass es in der Lage ist, die gesamte Handlung voranzutreiben.

Man könnte argumentieren, dass es eine Art Weltanschauungs-Offenbarungs-Plot in der Geschichte gibt.

Weltanschauung-Offenbarung:

»Wenn ein Protagonist mit gut entwickeltem Willen, aber ohne wesentlichen Erkenntnissen, Zweifel an seinen Umständen erfährt, die zu einer Offenbarung einer schockierenden Wahrheit führen, kann er besser durchdachte Entscheidungen treffen.« – Story Grid

Die erste schockierende Wahrheit für Gertrude ist die Erkenntnis, dass, wenn es zwei Gäste im Märchenland gibt, nur einer von ihnen gehen kann, während der andere ein Bürger des Märchenlandes wird. Das bedeutet, dass sie für immer im Märchenland festsäße. Aber Gertrude trifft durch dieses Wissen definitiv keine klügeren Entscheidungen. Ich meine, sie ändert ihre Herangehensweise und setzt ihre törichte Suche nicht fort, sondern wendet sich dunklen Mächten zu ... die ihr am Ende zwar ganz gut stehen, aber alles noch mehr durcheinander bringen.

Die zweite schockierende Erkenntnis für Getrude ist die Tatsache, dass man selbst zur Königin Fairylands wird, wenn man die regierende Königin tötet. Zu welchem Verhalten diese Erkenntnis führt, erfährt man im zweiten Teil der Reihe: I hate Fairyland 02: Zwick mein Leben.

 

Antagonistin: Königin

Ihr äußeres Objekt der Begierde ist es, Gertrude loszuwerden, um den Frieden des Märchenlandes wiederherzustellen.

Ihr inneres Objekt der Begierde ist es, sich selbst vor Schande zu bewahren. Sie hat als Königin versagt, weil sie es war, die Gertrude ins Märchenland gebracht hat. Ihr inneres Genre ist demzufolge: Status-Tragik.

 

4. Was ist das erzählerische Mittel und die Erzählperspektive?

Es ist typisch für Märchen, einen allwissenden Erzähler zu haben.

Aber hier kommt das BESTE: In I hate Fairyland wird der Erzähler am Anfang eines jeden Kapitels getötet - und zwar immer rascher, je mehr man in der Geschichte voran schreitet.

Jedes Kapitel beginnt also mit dem allwissenden Erzähler - sei es der Mond, eine Maus, ein Mann oder eine Schnecke, die kurz aufzählen, was bisher passiert ist.

Danach erfolgt die Erzählung in der neutralen dritten Person. Wir bekommen keinen Zugang zu den Gedanken und Gefühlen einer Figur.

Jedoch spricht Gertrude ihre Meinung ziemlich frei aus.

I hate Fairyland - Scottie Young - Madly Ever After

 

Erzählerische Mittel

Manchmal wechseln wir die Erzählperspektive, um zu erfahren, was die Pläne der Königin sind und wie sie Gertrude umbringen will, oder wir sehen, wie gut Happy die Aufgabe meistert, den Schlüssel zu finden.

Diese Einblicke als Leser zu erhalten, bedeutet, mehr zu wissen als die Protagonistin Gertrude. Das gibt uns einen Vorteil gegenüber dem, was sie weiß. Wenn wir uns den erzählerischen Schwung der Story ansehen, dann nutzt der Autor für diesen Effekt die dramatische Ironie.

Aber die Geschichte wird auch durch Spannung angetrieben.

Wir, der Leser, sowie Gertrude, haben den gleichen Informationsstand, weil wir auch nicht wissen, wo sie den Schlüssel finden kann, um wieder nach Hause zu kommen.

Es gibt auch ein Geheimnis, weil wir keinen Zugang zu Gertrudes Gedanken haben. Wir wissen also nicht, was sie als nächstes vorhat.

Wir können nur spekulieren, dass sie gewaltsam auf eine Bedrohung reagieren wird. Aber trotzdem wird uns nie wirklich offenbart, was in ihr vorgeht.

 

Publikum

Die Geschichte richtet sich an Erwachsene.

Es ist sicherlich keine Kindergeschichte.

Ich persönlich finde, die Geschichte ist eine der größten Parodien von Märchen, die ich je gesehen habe, und wahrscheinlich die, die mir am meisten Vergnügen bereitet.

 

5. Was ist das kontrollierende Thema?

Wenn wir über Actiongeschichten sprechen, dreht sich der Leitgedanke um Leben und Tod.

Wenn wir also eine präskriptive oder eine warnende Geschichte haben, beginnt die kontrollierende Idee entweder mit dem einen oder dem anderen:

+ “Das Leben wird bewahrt, wenn der Held seine inneren und äußeren Widersacher besiegt oder überlistet.”

- "Der Tod tritt ein, wenn es dem Protagonisten nicht gelingt, seine Antagonisten zu überwältigen oder zu überlisten."

 

In I HATE Fairyland könnte die kontrollierende Idee sein:

Das Leben wird bewahrt, wenn der Held die Macht der Dunkelheit gegen die oberflächliche, verrückte, bonbonfarbene Welt einsetzt, die ihn in den Wahnsinn treibt, nur um herauszufinden, dass mit großer Macht auch große Verantwortung einhergeht und man sich nicht wie ein Kind aufführen kann, wenn man nach Hause will.

 

Hinweis: Die Geschichte hat ein ironisches Ende.

Gertrude schafft es, ihre beiden Widersacher zu besiegen und sie bekommt den Schlüssel (ihr bewusstes Objekt der Begierde). ABER es gibt einen großen Wendepunkt (Offenbarung), als sie herausfindet, dass, wenn man die Königin tötet, man selbst zur Königin des Märchenlandes wird und dort auch bleiben muss.

 

6. Anfang, Mitte und Ende jeweils in ein bis zwei Sätzen zusammengefasst.

I hate Fairyland - 01 besteht aus 5 Kapiteln (118 Seiten).

Kapitel Eins, Zwei, Fünf - 22 Seiten
Kapitel Drei - 28 Seiten
Kapitel Vier - 24 Seiten

I hate Fairyland - Scottie Young - Madly Ever After

Anfang - Kapitel 1 (5 Seiten = 4%)

Auslösendes Ereignis: Als ein grünhaariges Mädchen in die Welt des Märchenlandes gesaugt wird ...
Wendepunkt Progressive Komplikation: ... und mit der Aufgabe belastet wird, ihren eigenen Weg aus diesem Märchen zu finden ...
Krise: ... muss sie sich entscheiden, ob sie die Aufgabe annimmt oder sich dagegen auflehnt.
Höhepunkt: Gertrude nimmt die Aufgabe an, lehnt sich aber gegen die Wesen des Märchenlandes auf, die ihr keine klare Antwort geben können.
Auflösung: Gertrude sitzt im Märchenland fest.


Mitte - Kapitel 1 - 5 (95 Seiten = 81%)

Auslösendes Ereignis: Als Gertrude nach 27 Jahren immer noch auf der Suche nach dem Schlüssel ist ...
Wendepunkt Progressive Komplikation: ... und es ein anderes Mädchen gibt, das mit ihr konkurriert, um den Schlüssel zu bekommen (das bedeutet, dass Gertrude für immer im Märchenland festsitzen könnte, wenn sie verliert) ...
Krise: ... muss Gertrude sich entscheiden, ob sie weiter an ihrer hoffnungslosen Suche nach dem Schlüssel festhält oder ob sie sich dunkleren Mächten zuwendet.
Höhepunkt: Gertrude begibt sich auf die Suche nach den dunklen Mächten.
Auflösung: Gertrude macht sich die Macht eines der sieben bösen Tode zunutze.

I hate Fairyland - Scottie Young - Madly Ever After

Ende - Kapitel 5 (18 Seiten = 15%)

Auslösendes Ereignis: Als Gertrude bei der Verabschiedung von Happy eintrifft...
Wendepunkt Progressive Komplikationen: ... und die Königin über Gertrude lästert, indem sie sagt, dass sie sich wünschte, Gertrudes Abschied würde mehr Tod enthalten ...
Krise: ... muss Gertrude sich entscheiden, ob sie einfach durch die Tür geht und abreist oder ob sie ihre Kräfte noch einmal einsetzt, um sich für die 27 *fluffigen Jahre im Märchenland zu rächen.
Höhepunkt: Gertrude tötet die Königin ...
Auflösung: ... und Gertrude wird die neue Königin des Landes.

 

I HATE Fairyland – Lerne mehr über die Heldenreise

Joseph Campbell, der Autor des Buches "Der Heros in tausend Gestalten", untersuchte die Geschichten quer durch die Kulturen der Welt, die bis ins alte Ägypten zurückreichen, zu den Stämmen in Südamerika, nach China, Griechenland, Israel und andere.

Er fand heraus, dass es eine bestimmte Struktur gibt, welche die meisten der Geschichten gemeinsam haben. Und das obwohl damals die Kulturen sich nicht miteinander austauschen konnten, um ihre Geschichten von einem Kontinent zum nächsten bringen zu können.

So kam Campbell auf den Meta-Mono-Mythos, den die Menschen unwiderstehlich finden. Autoren ist diese Erzählstruktur als "Heldenreise" bekannt.

Die Menschen lieben die Heldenreise, aber sie sollte natürlich nicht klischeehaft verwendet werden.

Das ist der Grund, warum ich sage, dass ich I HATE Fairyland liebe. Skottie Young nahm sich die klassische Abenteuerreise zunutze, die normalerweise einem einzelnen Protagonisten bei seiner Heldenreise folgt, und drehte sie auf den Kopf.

Der Held muss zum Bösewicht werden, um diese wahnsinnige Welt zu überleben.

 

Etappen der Heldenreise

I hate Fairyland - Scottie Young - Madly Ever AfterAnalysieren wir also die Story "I Hate Fairyland – Verrückt bis an ihr seliges Ende" und gehen dabei auf die Etappen der Heldenreise ein.

  1. Der Held wird in der normalen Welt vorgestellt, wo...
    Gertrude ist in ihrem Kinderzimmer, tanzt herum und wünscht sich, wie fast jedes Mädchen in ihrem Alter, auf ein magisches Abenteuer zu gehen.
  2. ... er oder sie den Ruf zum Abenteuer erhält.
    Ihr Schlafzimmerboden öffnet sich.
  3. Er oder sie ist zunächst zurückhaltend oder lehnt den Ruf ab, aber ...
    Sie hält sich fest und will nicht loslassen, um in das 'Kaninchenloch' zu fallen, wie man es aus Alice im Wunderland kennt.
  4. ... er oder sie wird von einem Mentor dazu ermutigt ...
    Die Königin gibt Gertrude eine Karte von allen Ländern des Märchenlandes und sie bekommt einen kleinen Begleiter, der ihr auf ihrer Suche hilft.
  5. ... die erste Schwelle zu überqueren und die neue Welt zu betreten, in der ...
    Gertrude verlässt das Schloss und die bunte Welt des Märchenlandes erwartet sie.
  6. ... er oder sie auf Tests, Verbündete und Feinde trifft.
    Gertrude ist auf der Suche nach dem Schlüssel, wahrscheinlich über 27 Jahre lang jeden Tag mit Herausforderungen konfrontiert, und dann ist da noch ein Jäger, der sie töten will. Es gibt Faun-Zombies, die sie fressen wollen, und schließlich ein kleines Mädchen namens Happy, das Regenbögen schießt. Fast tot, rettet sie ihr einziger Verbündeter Larry.
  7. Nach diesen Prüfungen nähert er/sie sich ihrer inneren Höhle (einer psychologischen Herausforderung, die er/sie bewältigen muss), die ihn/sie zwingt, an den äußeren Grenzen seiner/ihrer Kapazität zu arbeiten.
    Gertrude muss einsehen, dass sie nicht vor dem neuen Mädchen an den Schlüssel kommen wird. Daher wendet sich Gertrude den dunkleren Mächten zu, um eine Form des Sieges erreichen zu können.
  8. Dies ist der Ort, an dem er oder sie eine Tortur erleiden wird.
    Gertrude wird von dem Lord Darketh Deaddeath auf die Probe gestellt und muss seine Horden ganz alleine besiegen.
  9. Nachdem die Tortur beendet ist, nimmt er oder sie die Belohnung in Besitz (eine sehr wertvolle Fähigkeit)...
    Lord Darketh Deaddeath gewährt Gertrude das Recht, seine Kräfte nach eigenem Willen zu nutzen.
  10. Doch negative Kräfte verfolgen den Helden auf dem Weg zurück in die normale Welt.
    Die Königin verspottet Gertrude und wünscht sich, dass ihr Abschied mehr Tod enthielte.
  11. Er/Sie überschreitet eine dritte Schwelle zurück in die gewöhnliche Welt und erlebt eine Auferstehung.
    GEÄNDERT: Gertrude kann die Schwelle zurück in ihre alte Welt nicht überschreiten, weil sie die Königin getötet hatte.
  12. Verändert durch die Erfahrung nutzt er/sie seine neue Fähigkeit, um die Welt um ihn/sie herum zu verbessern.
    CLIFFHANGER: Gertrude ist die neue Königin des Märchenlandes geworden. Ich bezweifle, dass sie die Welt, die sie so sehr hasst, verbessern wird. ;-)

 

Archetyp-Figuren

Neben den typischen Etappen der Heldenreise gibt es auch archetypische Figuren.

Diese Figuren sind Rollen, welche die Figuren in der Geschichte einnehmen können.

Denke daran, dass deine Figuren eine Reihe dieser Archetypen verkörpern können. Der Verbündete kann sich in einen Gestaltenwandler verwandeln. Der Gestaltwandler in einen Mentor usw.

 

Mentor:

Gertrudes Mentorin ist die Königin. Die Königin des Märchenlandes gibt Gertrude eine Karte und einen Begleiter, der ihr auf ihrer Suche nach dem Schlüssel behilflich sein soll. Sie ist später auch diejenige, die Gertrude in ihre Krise stößt, weil sie Gertrude bestimmte Wahrheiten über die Welt zu verstehen gibt, die Gertrudes Wunsch, wieder nach Hause zu kommen, gefährden könnten.

 

Schwellenwächter:

Dies ist eine Rolle/Charakter, die den Schritt/Moment markiert, in dem der Held aus seiner alten Welt in eine außergewöhnliche Welt wechselt.

Manchmal führen sie den Helden herum oder erzählen etwas über das Land. Dabei verfolgen sie ihre eigenen Motivationen, warum sie das tun. Keine Hilfe kommt ohne einen geheimen Wunsch, was sie durch ihre Hilfe zu erreichen hoffen.

In I HATE fairyland übernimmt die Königin die Rolle der Schwellenhüterin. Sie führt Gertrude aus dem Tor und lässt sie in die Welt des Märchenlandes eintreten.

 

Herold:

Ein Herold ist eine Figur/Rolle, die den "Stand der Geschichte" angibt. Er wird benötigt, um den Leser daran zu erinnern, was für den Protagonisten auf dem Spiel steht.

In I HATE fairyland erinnern die verschiedenen Erzähler den Leser daran, dass Gertrude immer noch in einer Märchenwelt festsitzt, in die sie nicht gehört. Deshalb werden wir ständig daran erinnert, dass sie auf der Suche ist, um von dort herauszukommen.

 

Formwandler:

Diese Rolle wird von einem Charakter gespielt, der die Seiten wechselt. Er sagt eine Sache, aber in einer kritischen Situation unterscheiden sich seine Handlungen von dem, was er vorher gesagt hat.

Lord Darketh Deaddeath scheint eine große böse Macht zu sein, der Gertrude dafür bestrafen will, dass sie seine Horden getötet hat, aber er nimmt sie in seine Arme. Sie ist die Tochter, die er immer haben wollte.

Ein weiterer Gestaltwandler ist die Königin. Sie scheint so vollkommen nett zu sein, aber in Wahrheit steckt auch in ihr das Böse, und sie will einen Gast (den sie selbst eingeladen hat) in ihrem eigenen Land töten.

 

Schatten:

Der Schatten ist meistens der Antagonist, der als das komplette Gegenteil des Helden dargestellt wird.

Der Schatten scheint (per Definition) Gertrude zu sein, obwohl sie der eigentliche Held ist, der über 27 Jahre im Märchenland ausgehalten hat. Und ihr Antagonist ist das Mädchen des Lächelns und des Lichts: Happy.

Hier sieht man wieder super, wie sehr unsere typischen Annahmen von Figuren und ihren Rollen auf den Kopf gestellt worden sind.

 

Verbündete:

Verbündete sind wie Sidekicks, die zum Protagonisten halten, egal was passiert.

Gertrudes Verbündeter ist die Fliege Larry. Er ist ihr einziger Begleiter auf ihrer wahnsinnigen Reise zurück nach Hause zu gelangen.

 

Trickster:

Der Trickster ist eine Figur/Rolle, welche die Absurdität ihrer Welt erkennt und darüber Witze macht. Sie sorgt für komödiantische Erleichterung, während sie versucht, die Situation zu ändern.

Gertrude ist diejenige, die sich über die *muffin fluffin' Welt des Märchenlandes lustig macht.

 

Wie gefällt mir I HATE fairyland?

Ich liebe die märchenhafte Abenteuer-Quest-Geschichte von I HATE Fairyland.

Ich liebe die Protagonistin Gertrude.

Ich liebe diese Welt.

Ich liebe es, dass der Autor die klassischen Märchen auf die Schippe genommen hat und diese Erzählungen auf den Kopf gestellt hat, indem er sich über die Tropen lustig gemacht hat oder sie einfach umbrachte (wie die Erzähler).

Die Geschichte war von Anfang bis Ende unterhaltsam.

Sie war innovativ.

Es war eine sehr charakterstarke Geschichte. Und ich kann es kaum erwarten, Gertrude bei ihrem nächsten Versuch zu begleiten, aus dieser bonbonfarbenen, verrückten Welt zu entkommen.

Ich bin so süchtig!

 

Und was denkst du?

Hinterlass mir doch einfach eine Nachricht in den Kommentaren.

Bin gespannt, was du von I hate Fairyland denkst.



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Storyanalyse.de

Melanie Naumann ist die erste und einzige zertifizierte Story Grid Lektorin im deutschsprachigen Raum. Sie liebt die Analyse von Geschichten – global betrachtet bis hin zu den Szenen und Beats – und hilft Autoren, eine authentische und charakterstarke Handlung in jeder Art von Setting zu entwickeln. Sie bietet sowohl die Diagnose eines Manuskripts an, als auch wöchentliche Coachinggespräche zwischen Autor und Lektor.

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