Wie schreibe ich ein Buch?

Protagonist. Wer er ist & was er will. (+Infografik)

Der Protagonist als Hauptfigur deiner Geschichte

Erfahre, wie man einen Protagonisten für die eigene Geschichte entwickelt, den die Leser lieben werden.

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zuletzt bearbeitet am 07. Mai 2019

veröffentlicht am 21. Feb 2019 von Melanie Naumann

Kommentare: 0

Protagonist. Wer er ist & was er will. (+Infografik) - Der Protagonist als Hauptfigur deiner Geschichte

Update: Mai 2019

In diesem Beitrag gebe ich dir die besten Tipps, wie du deine Hauptfigur entwickeln kannst. Dabei gebe ich dir essentielle Tipps, die sich vor allem auf die Figurenentwicklung beziehen, und nicht auf das Äußere. Am Ende dieses Artikels wirst du in der Lage sein, glaubwürdige Romanfiguren zu entwickeln.

 

 Inhalt

 

Protagonist Definition:

Der Protagonist oder die Protagonistin in einem Buch oder einem Film ist die zentrale Figur, um welche sich die Ereignisse der Geschichte drehen und die sie mit ihren Entscheidungen und Aktionen beeinflusst.

Egal, ob Film, Roman, Kurzgeschichte oder Computerspiel – der Protagonist ist immer die Person, von der die gesamte Geschichte handelt. 

Das Wort Protagonist wird vor allem im englischen Sprachgebrauch oft verwendet. Man könnte meinen, dass das Wort 'Protagonist' aus dem Englischen stammt, jedoch ist es altgriechisch und bedeutet soviel wie: erster Schauspieler.

Interessant zu wissen: Neben dem ersten Schauspieler gab es im antiken Theater auch die Rolle des Deuteragonisten und des Tritagonisten, der zweiten und dritten Figur des Dramas.

Ein Synonym für Protagonist ist z.B. tragende Figur, Schlüsselfigur, Hauptperson oder Hauptfigur. Im Film setzt man den Protagonisten oft mit der Hauptrolle gleich.

Der Protagonist ist immer die primäre Romanfigur, von der die Geschichte hauptsächlich handelt.

Das Gegenteil des Protagonisten ist der Antagonist / der Gegenspieler.

Der Antagonist muss nicht unbedingt der Bösewicht sein. Er ist die Figur, mit welcher der Protagonist am stärksten aneinandergerät. Entweder verfolgt der Antagonist ein Ziel, dass der Protagonist für sich erreichen will (aber auf eine andere Art und Weise), oder er will den Antagonisten daran hindern, dass zu bekommen, was er will. (Und umgekehrt!)

 

 

Tipp 1: Sei dir bewusst, wer der Protagonist der Geschichte ist.

Wenn wir einen Film oder ein Buch kaufen, sehen wir auf dem Buchcover oder auf den Filmplakaten meist die Titelfigur der Geschichte. Der Protagonist muss aber nicht zwangsläufig auch die Titelfigur sein.

Erst neulich las ich den Klappentext zu Freak City: Hexenkessel von Martin Krist. Während der Klappentext zuerst die Figur Patsy vorstellte, war sie nicht die Protagonistin der Geschichte. Sondern es ist der Ermittler Pearl.

Aber wie weiß man, wer der Protagonist ist?

Hier ein paar Tipps, wie du den Protagonisten am besten erkennen kannst.

  1. Für den Protagonisten steht am meisten auf dem Spiel. Er hat am meisten zu verlieren.
  2. Der Protagonist hat ein klares Ziel, das er verfolgt.
  3. Der Protagonist ist die Figur, auf welcher der größte Fokus liegt.
  4. Der Protagonist ist meist diejenige Figur, welche die größte Veränderung durchmacht (muss nicht sein, aber wenn sich eine Person entwickelt, sollte es der Protagonist sein!)
  5. Der Protagonist wird am Erreichen seiner Ziele gehindert, meist durch antagonistische Kräfte.
  6. Der Protagonist bestimmt durch seine Entscheidungen und Aktionen, wie sich die Handlung weiterentwickelt (Prinzip von Ursache und Wirkung)
  7. Der Protagonist muss sich Komplikationen, Tests und Prüfungen stellen, die er überwinden muss

 

Tipp 2: Verstehe, was die Persona des Protagonisten ist.

Oft wird der Protagonist mit dem Helden der Geschichte gleichgesetzt. Das trifft vor allem zu, wenn der Protagonist gegen einen offensichtlichen Bösewicht ankämpft (sei es die Natur, eine Gesellschaft oder ein echter Schurke), welcher die Welt zerstören will oder einer geliebten Person des Helden schaden möchte. 

Beispiele:

Herr der Ringe: Sauron will Mittelerde versklaven. Der Held Frodo will den einen Ring zerstören, um Sauron zu vernichten.

Batman: Der Clown will die Gesellschaft ins Chaos stürzen. Der Held Batman will die Menschen vor dem Clown beschützen.

Die Tribute von Panem: Eine kleine Elitegruppe will ihren Status sichern, während sie die anderen Distrikte durch die Hungerspiele von einer Revolution abhalten will und gegeneinander ausspielt. Die Heldin Katniss will ihre Schwester beschützen.

Der Marsianer: Der Held Mark Watney versucht, auf dem Planeten Mars zu überleben, der ihn umbringen will.

 

Ein Protagonist muss nicht der Gute sein.

Ein Protagonist kann ein Anti-Held sein. Er kann der Schurke sein. Der Protagonist muss nicht einmal ein Mensch sein. (Ein Schweinchen namens Babe)

Der Protagonist kann sogar ein Serienmörder sein (Das Parfüm) oder ein Pädophiler (Humbert Humbert aus Lolita).

Ein Protagonist kann auch Opfer, Schurke und Held in einer Person sein. (Fight Club)

 

Empathie ist der Schlüssel für einen guten Protagonisten.

Wer einen Protagonisten entwickeln will, auf dessen Seite der Leser ist, muss die Figur in ihren Handlungen und Entscheidungen nachvollziehbar gestalten. Klick um zu tweeten

Beispiel:

Das Parfüm: Selbst wenn wir wissen, dass Mord absolut nicht okay ist, verzeihen wir Jean Baptiste Grenouille, wenn er alles daran setzt, sein übermenschliches Parfüm zu entwickeln. Wir sind auf seiner Seite. Wir wollen, dass er es schafft. Wir haben so viel mit ihm erlebt, dass wir hoffen, dass er seinen einzigen Traum erfüllt, der ihn am Leben hält. Umso niederschmetternder ist auch das Ende, wenn Grenouille herausfindet, dass er zwar bekam, was er wollte, aber nicht erhielt, was er braucht (ohne die Maske eines Parfüms von den Menschen wahrgenommen zu werden, als die hasserfüllte Person, die er in Wahrheit ist.)

Selbst wer Lolita von Vladimir Nabokov liest, ist auf der Seite von Humbert Humbert. Das ist krank! Er will ein minderjähriges Mädchen verführen. Aber Nabokov hat es geschafft, dass Humbert Humbert als Figur so mitreißend ist, dass wir nicht anders können, als ihm Erfolg zu wünschen.

 

Wie entwickelt man Empathie für die Hauptfigur?

Es liegt in der Natur des Menschen, dass wir vor allem Empathie mit denjenigen entwickeln, die nicht bekommen, was sie wollen.

Ja, wer mag schon jemanden, dem alles gelingt? Wir begegnen diesen Menschen eher mit Neid, als dass wir uns über ihre Erfolge freuen.

Beispiel:

Wenn wir den Film Wall Street sehen, wo der junge, ehrgeizige Börsenmakler Bud Fox alles daran setzt, für den Finanzhai Gordon Gekko zu arbeiten und dabei auch vor illegalen Geschäften nicht zurückschreckt, wollen wir, dass er dafür bestraft wird. Sobald sich eine Geschichte um die Moral des Protagonisten dreht, hoffen wir, dass er die richtige Entscheidung treffen wird. Sollte er das nicht tun, ziehen wir Befriedigung daraus, wenn unmoralische Entscheidungen am Ende auch angemessen bestraft werden.

Der Trick liegt darin, dass wir einen Helden oder Anti-Helden schaffen, der nicht perfekt ist oder der durch unglückliche Umstände in eine Situation geworfen wird, aus der er versuchen muss, wieder herauszukommen.   Der Protagonist braucht ein Ziel! Er muss etwas haben, nach dem er strebt und das all seine Entscheidungen und Aktionen bestimmt. Klick um zu tweeten

 Wer dein Protagonist ist und was er will. Infografik Roman schreiben.

Tipp 3: Finde heraus, was deinen Protagonisten antreibt.

Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, weswegen dein Protagonist oder dein Antagonist so handelt, wie er es tut?

Oder hast du vielleicht vergessen, deinen Figuren etwas zu geben, das sie um jeden Preis erreichen wollen? Nutze folgende Fragen, um deine Hauptfigur besser verstehen zu können. Vor allem versuche herauszufinden, was sie motiviert.

  1. Was will dein Protagonist und warum?
  2. Welche Konsequenzen befürchtet er, wenn er nicht bekommt, was er will? Was steht für ihn auf dem Spiel?
  3. Was steht zwischen ihm und seinem Ziel? Was hindert ihn daran, sein Ziel zu erreichen?
  4. Was braucht dein Protagonist? Was ist sein innerlicher Antrieb, der seine Handlungen bestimmt?
  5. Welche Zwischenziele helfen dem Protagonisten, seinem Ziel näherzukommen?
  6. Warum glaubt der Protagonist, dass sein Ziel ihm Zufriedenheit/Glück/Ruhe bringt?

 

Mehr zum Objekt des Verlangens findest du auch hier auf der Seite von The Write Practice:
https://thewritepractice.com/object-of-desire/

 

Tipp 4: Achte auf dein Genre.

Was dein Protagonist will, hängt immer davon ab, in welchem Genre du schreibst. Klick um zu tweeten

Wir können Geschichten in unterschiedlichen Genres voneinander unterscheiden, weil sie durch ihre Charakteristik eindeutig zu identifizieren sind.

Was ein Protagonist verfolgt, wird vor allem durch den globalen externen Wert des Genres und seine positiven und negativen Energien angetrieben. Das bedeutet, der Konflikt, der sich in diesen Geschichten bildet, beruht auf externen Ursachen.

Beispiel:

In einer Actiongeschichte ist das externe / bewusste Objekt des Verlangens eine Konvention. Sie lautet: Der Held / der Protagonist der Geschichte muss den Bösewicht stoppen und ein unschuldiges Leben retten. Das der Protagonist ein Held sein muss (jemand, der sich selbst opfert um andere zu retten) ist eine weitere Konvention.

In einer Liebesgeschichte ist das externe / bewusste Objekt des Verlangens auch eine Konvention: Der Protagonist sucht oder verweigert den Aufbau einer intensiven Beziehung mit jemanden. Das ist sein Objekt des Verlangens – eine Beziehung.

In einem Krimi lautet die Konvention: Der Protagonist will den Verbrecher vor Gericht bringen.

In einem Western lautet die Konvention: Der Protagonist will die Freiheit und sich niemanden unterwerfen.

In einer Performance-Geschichte strebt der Protagonist nach Respekt.

In einer Status-Geschichte trachtet der Protgagonist nach Anerkennung.

(mehr sh. infografik)

 

Wenn sich deine Handlung am Verlauf der Heldenreise orientiert, kannst du dir sicher sein, dass der Protagonist nach einem bewussten Objekt des Verlangens strebt, das vom Genre vorbestimmt wird.

Dieses Objekt des Verlangens ist das greifbare Ziel, das der Protagonist will und seit dem auslösenden Moment verfolgt. Sein Streben nach diesem einen Ziel treibt die Geschichte voran.

Denken wir an die Konventionen, die in jedem Genre unterschiedlich sind, so stellt sich heraus, dass dieses bewusste Objekte des Verlangens von den Genre-Konventionen selbst bestimmt wird.

Dahingegen bestimmt die Verfolgung des unbewussten Objekt des Verlangens das interne Genre. 

Wie du als Autor diese inneren und externen Objekte des Verlangens offenbarst, gehört zu den bedeutendsten Entscheidungen, die du für deine Geschichte treffen musst.

Diese Entscheidungen beeinflussen einen Teil der ›Fünf Bereiche der Genre-Entscheidung‹ – den Inhalt, der die Atmosphäre / die zentrale Idee der Geschichte setzt.

Dieser Bereich lässt sich, wie das Objekt des Verlangens, in eine externe und eine interne Seite unterteilen, wobei die externe Seite von dem bewussten Objekt des Verlangens bestimmt wird (Was will der Protagonist) und die interne Seite von dem unbewussten Objekt des Verlangens (Was braucht der Protagonist).

 

Tipp 5: Halte dich an die Konventionen und Pflichtszenen des Genres.

Wie du in den oberen Beispielen erkennen kannst, triffst du mit der Wahl deines externen Genres eine Entscheidung, welche deine Geschichte und die Art prägt, wie du sie erzählst.

Die obligatorischen Szenen und Konventionen müssen in jedem Genre eingehalten werden.

Eine Pflichtszene ist vor allem auch der Moment, wo sich herausstellt, ob der Protagonist sein Ziel erreicht oder nicht. Klick um zu tweeten

Beachte, dass Leser keine Geschichte weiterempfeheln, von dessen Ende sie enttäuscht sind. Die wichtigsten obligatorische Szenen sind vor allem auch die Höhepunkte, die sich von Genre zu Genre unterscheiden.

Beispiele:

In einer Liebesgeschichte muss die Frage beantwortet werden: Kommen sie wieder zusammen oder nicht?

In einer Actiongeschichte will der Leser erfahren: Wird das Opfer gerettet oder nicht? Kann der Held den Bösewicht überlisten/besiegen?

In einem Krimi wollen wir wissen, ob der Ermittler den Täter schnappt?

In einem Thriller wollen wir den Helden sehen, wie er dem Bösewicht ausgeliefert ist.

 

Wer die obligatorischen Szenen und Konventionen seines Genres nicht kennt, (oder nicht weißt, wie Autoren sie gemeistert haben), wird nie etwas Originelles schaffen können. Andere Geschichten zu lesen, ist für einen Autor Pflicht.

 

Exkurs: Warum lieben wir Konflikte?

Unser Leben lang sind wir mit jenen Geschichten aufgewachsen, die uns einen Protagonisten/Helden zeigen, der gegen ein Monster, einen Konkurrenten, Naturkräfte etc. kämpfen muss, um irgendetwas zu gewinnen oder um für eine gute Sache einzustehen. 

Sei es im Kindesalter von den Märchen, die uns auf überspitzte Weise den Unterschied von Gut und Böse erklärten, oder im Erwachsenenalter von Geschichten, die uns für einen Moment aus dem Alltag in eine Welt entfliehen lassen, in der wir ohne Konsequenzen oder unter Lebensgefahr bei waghalsigen Autorennen mitheizen, die Casinos von Las Vegas berauben, oder uns der Leidenschaft einer neuen Liebe hingeben können, ohne unsere Ehe zu gefährden.

Geschichten sind uns urvertraut, und wenn sie die Konventionen und obligatorischen Szenen einhalten, dann befriedigen sie unsere Erwartungen – denn nur durch diese Erwartungen an eine Geschichte, entscheiden wir uns einen bestimmten Film in Kino ansehen zu wollen oder ein Buch zu kaufen. Selbst wenn wir nicht genau sagen können, was wir von der Geschichte erwarten, wissen wir es sofort, wenn wir es nicht darin finden.

Jeder, der schon einmal einen schlechten Film aus Enttäuschung bewertet hat, weiß, wovon ich rede.

Und als Autor muss man wissen, was die Geschichte, die man schreiben will, an Konventionen und Pflichtszenen verlangt.

Wie kann man eine Liebesgeschichte schreiben, wenn man nicht berücksichtigt, dass sich in einer Liebesgeschichte das Paar an einem Punkt trennen wird, und somit die große Frage aufwirfst: Kommen die beiden wieder zusammen oder ist alles verloren?

Angenommen, du schreibst einen Thriller und du vergisst das falsche Ende. Deine Leser werden unzufrieden das Buch zuschlagen, denn sie haben eine finale Auseinandersetzung erwartet. Ein falsches, und somit doppeltes Ende ist ein Muss für einen Thriller.

 

Tipp 6: Baue Konflikte für den Protagonisten ein.

Wie oben erwähnt, beruht der Konflikt entweder auf persönlichen oder natürlich verursachten Wendungen. Diese antagonistischen Kräfte sind für den Leser leicht zu identifizieren, sei es ein Konkurrent des Unternehmens oder der Auserwählten, ein Widersacher, der Täter eines Verbrechens, ein Monster, Naturkräfte etc. 

Kurz und knapp, alle Geschichten des externen Inhaltsbereichs sind der Stoff für Hollywoodfilme und Bestseller.

 

Tipp 7: Ein Protagonist sollte sich entwickeln.

Die Entwicklung des Protagonisten ist kein Muss, zumindest nicht, wenn du einen Krimi, eine Action- oder Horrorgeschichte schreibst.

Aber wenn du darüber nachdenkst, einen Thriller, eine Lovestory, eine Performancestory oder vor allem einen Young Adult Roman zu schreiben, dann brauchst du die Entwicklung des Protagonisten. In Young Adult Romanen geht es vor allem um die naive Weltanschauung des Helden, der am Ende der Geschichte eine neugefundene Reife erlangt. Auch Bildungsromane wie 'Die Unendliche Geschichte' erfordern die Entwicklung des Protagonisten. Er erlangt in der Geschichte mehr Wissen über sich selbst und/oder die Welt, in der er lebt.

Sobald du deinen Protagonisten auf die Heldenreise sendest, ist es Pflicht, dass er sich vom Anfang der Geschichte zum Ende hin verändert. Klick um zu tweeten

Beispiele für die Entwicklung der Hauptfigur:

Frodo Beutlin kam nicht als der abenteuerlustige und sorglose Hobbit zurück, der er einst war. (Weltanschauung)

Harry Potter ist nicht mehr der kleine Junge, der sich von jemanden herumschubsen lässt. (Weltanschauung)

Katniss Everdeen muss lernen, dass sie zu einem Symbol der Hoffnung herangewachsen ist. Sie kann ihr altes Leben nicht weiterleben, als wäre nichts gewesen. (Weltanschauung)

Rocky musste einsehen, dass er zwar den Champion nicht besiegen kann, aber er kann Respekt erlangen (Selbstrespekt und Respekt von dritten), wenn er alle 15 Runden im Ring durchhält. (Status)

Gladiator: Maximus hat alles verloren. Aber sein Wille die Vision von Marcus Aurelius zu erfüllen, gibt ihm die Kraft und Stärke, um als Gladiator mehr Anerkennung zu gewinnen. (Status)

In Kramer gegen Kramer lernt Ted Kramer, dass das Beste für seinen Sohn nicht das Beste für ihn selbst ist. Wenn er nach dieser Einsicht handelt, kann er sein Fehlverhalten wiedergutmachen. (Moral)

 

Hier erhältst du eine Übersicht der verschiedenen internen Genres, welche sich mit dem Kampf im Inneren des Protagonisten befassen: Die innere Psyche deiner Romanfiguren.

 

Tipp 8: Zeige, wer dein Protagonist ist.

James sagte immer, dass man sich auf ihn verlassen konnte. Er ginge für seine Freunde durch's Feuer und für seine Familie sogar bis ans Ende der Welt.

Als Autor kann ich von James alles behaupten. Aber sind Behauptungen wie diese glaubwürdig? Nein. Show, don't Tell ist nicht grundlos das meist genannte Prinzip, wenn man Tipps zum Schreiben sucht. So ist es auch, wenn man darstellen möchte, wer eine Figur wirklich ist.

Wie zeigt man den wahren Charakter einer Person?

Stürze die Figur in eine Krise! Denn jeder, der sich in einem Dilemma befindet und vor einer schwierigen Entscheidung steht, zeigt, wer er wirklich ist. Klick um zu tweeten

Beispiel:

Die Mafia hatte die Familie von James entführt. Sie wären frei, wenn James sich dem Don unbewaffnet stellen würde. James musste sich entscheiden, ob er sein Leben für seine Familie geben würde, oder ob er ihr Leben riskieren sollte. James setzte sich nach Indien ab und keiner hat jemals wieder von ihm gehört.

Was denken wir, wer James in Wirklichkeit ist? Glauben wir der Behauptung am Anfang, dass er alles für seine Familie tun würde? Oder können wir uns ein besseres Bild einer Person machen, wenn wir wissen, wie sie in Krisen reagiert?

Wäre James nicht James, sondern John McClane (Stirb Langsam) wüssten wir, dass er seine Familie niemals im Stich lassen würde. Seine Aktionen zeichnen ein ganz anderes Bild von ihm.

 

Mehr zur Krise kannst du in diesem Beitrag nachlesen: Die Krise und die beste schlechteste Wahl

Ein weiterer toller Artikel zur Entwicklung von Figuren findest du auf der Seite des Story Grid: https://storygrid.com/how-to-write-characters/

 

Was denkst du? Welches ist der Tipp, der dir am besten weiterhilft?

Lass es mich in den Kommentaren wissen. Danke!



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Melanie Naumann ist die erste deutsche zertifizierte Story Grid Lektorin. Sie liebt die Analyse von Geschichten – global betrachtet bis hin zu den Szenen und Beats – und hilft Autoren, ihren besten Roman zu schreiben. Sie bietet sowohl die Diagnose eines Manuskripts an, als auch wöchentliche Coachinganrufe zwischen Autor und Lektor.

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