Erreiche dein Schreibziel mit Hilfe von Mathe


Die Mathematik hinter dem Schreiben zu verstehen, hilft zu wissen, welche Szenen man schreiben muss, wie viele es sind und von was sie handeln müssen.

zuletzt bearbeitet am 22. Jun 2021

veröffentlicht am 06. Apr 2018 von Melanie Naumann

Kommentare: 2

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Die Mathematik des Schreibens (2021)

Die Mathematik des Schreibens (2021) - Erreiche dein Schreibziel mit Hilfe von Mathe


Der Artikel ist Teil der Erkenntnisse des Story Grid.
© Story Grid, Shawn Coyne

Wenn ich dich frage: "Kannst du in 90 Tagen 80.000 Wörter schreiben?" wirst du wahrscheinlich sagen: »Nein, lass mal.«
Aber wenn ich sage: "Du kannst 1.500 Wörter in zwei Tagen schreiben." würdest du sicherlich zustimmen.

In diesem Beitrag erfährst du, wie du das gigantische Unterfangen vom Schreiben von Zehntausenden von Wörtern so aufgliedern kannst, dass du dir kleine Zwischenziele stecken kannst, die dich Schritt für Schritt zum Erfolg führen.

 

Inhaltsübersicht

  1. Die Mathematik des Schreibens
  2. Mathematische Fakten eines Romans
  3. Die Länge von Szenen
  4. Ideen für den Inhalt der weiteren Szenen
  5. Erstelle dir einen Erfolgsplan

  

1. Die Mathematik des Schreibens

Am Anfang jedes Buchprojekts sind wir mit unzähligen Problemen und Fragen konfrontiert:

Für welche Idee sollen wir uns entscheiden? Welche hat Potenzial?

Wie können wir eine Idee weiterentwickeln? Wer sind unsere Hauptfiguren? Wo spielt die Geschichte? Was sind die Konflikte? 

Was will man mit seiner Geschichte aussagen?

Erfahre mehr dazu, wie du deinen Roman planen kannst, in diesem ultimativen Leitfaden: Wie du die Handlung deines Romans planen und entwickeln kannst

Wenn wir eine Antwort oder Vorstellung zu all diesen Fragen bzgl. der Romanplanung gefunden haben, stehen wir immernoch vor einem riesigen Batzen an Wörtern, den wir erst einmal schreiben müssen.

 

Hier eine kleine Erinnerung, wie viele Wörter welche Art von Roman ungefähr erfordert:

Kommerzielle und literarische Romane: 80.000 - 100.000
Science Fiction und Fantasy: 100.000 - 115.000
Junge Erwachsene: 55.000 - 70.000
Kinder (8-12): 20.000 - 55.000
Liebesromane: 80.000 - 100.000
Krimi: 75.000 - 100.000
Thriller: 90.000 - 100.000
Memoiren: 80,000 - 90,000
Western: 45.000 - 75.000

 

Umso besser ist es, wenn wir eine Methode kennen, die uns hilft, die notwendige Anzahl an tausenden von Wörtern in kleine Etappen herunterzubrechen.

 

Ein wenig Wissen über Mathematik hilft dabei.

Beispiel: Stimmst du mir zu, dass es einfacher ist, einen Balken zuzusägen als das Gerüst für ein Haus zu bauen? 

Ja, oder? Denn es ist einfacher, sich vorzustellen, wie ein Stützbalken aussieht, als das gesamte Konstrukt des Gerüsts.

Das liegt daran, dass die einzelnen Bestandteile leichter zu erfassen und zu ordnen sind.

Die kleinen Fähigkeiten, wie das Abmessen des Balkens, das Anzeichnen des Schnitts und das Zusägen sind die Grundfähigkeiten eines Handwerkers. Wenn dir die elementaren Fähigkeiten gelingen, wirst du in der Lage sein, das Gerüst eines Hauses aufstellen zu können.

Die gleiche Annahme gilt für das Schreiben und Überarbeiten eines Romans.

 

2. Mathematische Fakten eines Romans

Wusstest du, dass die durchschnittliche Länge eines Romans bei ca. 80.000 - 100.000 Wörtern liegt? Das liegt daran, dass diese Summe für den Leser weder zu kurz noch zu lang ist.

Aber 80.000 Worte zu tippen, ist eine Menge an Arbeit.

Im Vergleich: Zum National Novel Writing Month (NaNoWriMo) schreibt man einen ganzen Monat lang und hat am Ende ca. einen 50.000 Wort Roman. Und das, wenn man jeden Tag sein Schreibziel erreicht!

 

Deine Aufgabe als Autor ist es, einen Weg zu finden, diese Anzahl an Wörtern auf eine einzigartige und mitreißende Weise zu einer überzeugenden Geschichte aufzubauen.

Aus diesem Grund ist es nicht verkehrt, wenn man sich ein bisschen Mathe zu Hilfe nimmt.

 

2.1 Die größten Teile eines Romans sind die 3 Akte.

Eine Geschichte besteht aus einem Anfang, einem Mittelteil und einem Ende.

Aber wie lang sollte jeweils der Anfang, die Mitte und das Ende sein?

Für diese 3 Akte gibt es laut dem Story Grid eine einfache Faustregel:

Anfang (25%) – Mitte (50%) – Ende (25%)

Hinweis: Sicherlich existieren auch Geschichten, die nicht in dieses Schema passen. Hier gilt der bekannte Satz: Ausnahmen bestätigen die Regeln.

Beispiel: Schreiben wir einen 100.000 Wort Roman, dann heißt das für uns:

Der Anfang der Geschichte besitzt 25.000 Wörter. Die Mitte 50.000 und das Ende noch einmal 25.000 Wörter.

25.000 (Anfang) + 50.000 (Mitte) + 25.000 (Ende) = Roman

 

2.2. Die wichtigsten Szenen innerhalb der 3 Akte 

Des Weiteren bestehen die drei Akte aus bestimmten Szenen, welche das Handlungsgerüst der Geschichte bilden. Diese Szenen ergeben sich aus den 5 Geboten, den Pflichtbestandteilen jeder Einheit einer Geschichte (global, Akt, Sequenz, Szene).

Kennst du die 5 Gebote des Geschichtenschreibens noch nicht? Dann lerne sie in diesem Artikel kennen: 5 Elemente, die Geschichten brauchen.

Hierzu gehört: das auslösende Ereignis, der Wendepunkt, die Krise, der Höhepunkt und die Auflösung – und das jeweils für Anfang, Mitte und Ende.

Das heißt, wir benötigen folgende 15 Szenen für unsere Geschichte:

Anfang (Aufhänger)

  • Auslösendes Ereignis des Anfangs der Geschichte
  • Szene bei der die Komplikationen in ihrer Intensität steigen
  • Szene mit einer Krise (Frage, was Figur tun soll)
  • Szene mit dem zugehörigen Höhepunkt zur Krise (Entscheidung/Antwort auf Frage)
  • Szene, die den Anfang der Geschichte auflöst

 

Mittelteil (Aufbau der Geschichte)

  • Auslösendes Ereignis des Mittelteils der Geschichte
  • Szene bei der die Komplikationen in ihrer Intensität steigen
  • Szene mit einer Krise 
  • Szene mit dem zugehörigen Höhepunkt zur Krise
  • Szene, die den Hauptteil der Geschichte auflöst

 

Ende (Auflösung der Geschichte)

  • Auslösendes Ereignis des Endes der Geschichte
  • Szene bei der die Komplikationen in ihrer Intensität steigen
  • Szene mit einer Krise 
  • Szene mit dem zugehörigen Höhepunkt zur Krise
  • Szene, die das Ende der Geschichte auflöst

 

Nun haben wir 15 Szenen und wir wissen, wir brauchen mindestens 80.000 Wörter für einen Roman. Wie lang sollte jetzt also jede einzelne Szene sein?

Brauchst du mehr Informationen zu den 3 Akten einer Geschichte? Hier erfährst du mehr: 3-Akt-Struktur = Makroaufbau einer Geschichte

 

3. Die Länge von Szenen

Man hat herausgefunden, dass die typische Länge einer Szene zwischen 1.000 und 5.000 Wörtern umfasst.

Generell gilt, dass man sich bei ca. 2.000 Wörtern einpendeln sollte.

Tipp: Weise deine Szenen als Kapitel aus. 
2.000 Wort-Szenen sind Leckerbissen, wie eine Tüte Chips. Wenn die Leser abends im Bett deinen spannenden Roman lesen, ist es viel einfacher, sich einzureden: »Ach, nur noch ein Kapitel. Sind ja nur ein paar Seiten.«. Letzten Endes werden sie die gesamte Nacht deine Geschichte verschlingen, Stück für Stück oder Chip für Chip ;-) Solltest du allerdings mehrere Szenen in ein Kapitel pressen und dem Leser 40 Seiten am Stück servieren, wird er das Buch leichter auf Seite legen können. Denn keiner mag es in der Mitte eines Kapitels mit Lesen aufzuhören. Immerhin will man mit einem kleinen Erfolgsgefühl zu Bett gehen.

 

Gehen wir davon aus, dass deine Szenen/Kapitel in deinem Roman jeweils 2.000 Wörter haben.

100.000 (Roman) / 2.000 (einzelne Szene) = 50 Szenen

Von unseren anfänglichen Ausführungen wissen wir, dass 15 Szenen bereits verplant sind. Das heißt, wir brauchen noch 35 weitere.

50 (Szenen) – 15 (Szenen für Anfang, Mitte, Ende) = 35 Szenen

Seit Shawn Coyne's Vorstellung der Heldenreise 2.0 (September 2020), teilen wir den Mittelteil der Geschichte noch einmal in zwei Teile, die jeweils über die 5 Gebote verfügen müssen. Das heißt für unsere Rechnung:

50 (Szenen) – 20 (Szenen für Anfang, Mitte 1 und 2, Ende)30 Szenen

Auch, wenn das alles sehr analytisch und weniger kreativ klingt, die Mathematik hilft diesen großen und auch einschüchternden Brocken von 80.000 oder 100.000 Wörtern in machbare Teile zu gliedern.

 

Teilen wir nun die 30 Szenen auf, die noch vergeben werden müssen, könnte das mit 25% Anfang, 50% Mittelteil und 25% Ende wie folgt aussehen:

Anfang: 5 Pflichtszenen + 30x0,25 = 5 Pflichtszenen + 7,5 weitere = 13 Szenen

Mitte 1: 5 Pflichtszenen + 30xx0,25 = 5 Pflichtszenen + 7,5  weitere = 12 Szenen

Mitte 2: 5 Pflichtszenen + 30x0,25 = 5 Pflichtszenen + 7,5  weitere = 13 Szenen

Ende: 5 Pflichtszenen + 30x0,25 = 5 Pflichtszenen + 7,5  weitere = 12 Szenen

 

Jetzt kannst du den Aufbau deines Romans wunderbar erkennen ohne, dass du nur ein einziges Wort schreiben musstest. Diese Teile kannst du nun angehen, jeweils eins am Tag.

Beachte, dass du auch nur 7 Anfangsszenen haben kannst, dafür 26 in der Mitte und 14 am Ende. Es gibt keine Regel, die dir vorschreibst, wie viele Szenen genau dein Anfang, dein Mittelteil und dein Ende haben muss. Die Angaben hier sind ein Leitfaden, der dir helfen soll, deinen ersten Entwurf zu schreiben. Letzten Endes muss jede Szene einen Beitrag zu deiner globalen Geschichte leisten.

Nachdem wir den ersten Entwurf geschrieben haben, können wir die Szenen analysieren und herausstellen, welche funktionieren und welche nicht.

Es ist besser seinen Kurs und die einzelnen Ziele zu kennen, als sich ins Abenteuer zu stürzen und nach drei Szenen aufzugeben.

 

4. Ideen für den Inhalt der weiteren Szenen

Die 30 übrig gebliebenen Szenen (von Anfang, Mitte 1 und 2, Ende) kannst du auch wunderbar herunterbrechen, solange du dich in deinem Genre auskennst.

Das bedeutet, jedes Genre hat Konventionen und Pflichtszenen, die du in deiner Geschichte unterbringen musst, so dass du das Versprechen an deine Leser halten kannst = die Erwartungen erfüllst, die sie an deine Geschichte haben.

BeispielWenn du eine Liebesgeschichte schreibst, wirst du an einer Stelle die Szene schreiben, wo sich das Paar trennt. Frage dich dann, kommt diese Szene am Anfang, in der Mitte oder am Ende? Kann diese Szene der Höhepunkt meines Mittelteils sein? Oder vielleicht das auslösende Ereignis am Anfang? Oder gar die Auflösung meiner Geschichte?

Natürlich können die Pflichtszenen einen Teil der bereits etablierten 15 Szenen einnehmen.

Tipp: Denk immer daran, dass du entgegen der Erwartung der Leser schreibst: Wenn deine Leser bereits die Hochzeitsglocken hören, dann schreibst du die Szene, wo sich das Paar trennt.

Außerdem brauchst du auch einige Szenen, die immer stärker hervorheben, was für deine Hauptfigur(en) auf dem Spiel steht. Hier ist zu beachten, dass du das Seil langsam aber stärker enger ziehst, und nicht auf eine Komplikation zurückfällst, die in ihrer Intensität plötzlich schwächer ist.

In diesem Artikel lernst du, wie du Komplikationen am besten entwickelst: Steigende Komplikationen in deinem Roman.

Du brauchst steigende Komplikationen, denn diese führen unausweichlich zu einer Krise, welche ebenso zu spannenden Momenten in deinem Roman führen.

Erfahre mehr dazu, wie du deine Figuren in Krisen stürzt, hier: Die Krise für Figuren im Roman.

 

5. Erstelle dir einen Erfolgsplan

Nun, da du weißt, wie du dein Romanprojekt in kleine Etappen aufteilen kannst, ist es an der Zeit, einen Erfolgsplan auszuarbeiten.

Manche nennen diesen Erfolgsplan auch To-Do-Liste, denn man schreibt auf, was noch alles zu erledigen ist. Ich denke allerdings, dass wir motivierter sind, wenn wir jede Etappe als kleines Ziel verzeichnen.

Ein Erfolgsplan besteht somit aus einem kurzen Absatz, der sich darauf konzentriert, was du erreichen willst. Es ist eine Art Zielbeschreibung auf hohem Niveau, die knackig und klar erfasst, wie du das Ziel, deinen Roman zu schreiben, erreichen willst.

Hier sind ein paar Beispiele:

NaNoWriMo Erfolgsplan

In 30 Tagen werde ich einen Liebesroman mit 50.000 Wörtern schreiben, der eine Mischung aus Twilight und The Notebook ist. Ich werde 1.667 Wörter pro Tag schreiben müssen, was etwas mehr als eine Szene pro Tag ist. Ich muss insgesamt 33 Szenen schreiben, wobei etwa 8 Szenen am Anfang und Ende und 16 Szenen in der Mitte sein werden. Bevor ich mit dem Schreiben anfange, werde ich vier Figurenstudien erstellen und Papyrus Autor für mein Schreibprojekt einrichten. Ich werde meine Fortschritte mit der NaNoWriMo-Community teilen, um am Ball zu bleiben und um mich zu motivieren.

 

Ein Entwurf in einem Jahr - Erfolgsplan

Mein Ziel ist es, einen 125.000 Wort langen Actionroman zu schreiben, der eine Mischung aus Die Tribute von Panem und Stirb Langsam ist. Ich werde 300 Wörter pro Tag schreiben, was ungefähr eine Szene alle 5 Tage bedeutet. Ich werde 85 Szenen schreiben müssen, wobei etwa 21 am Anfang und Ende und etwa 42 in der Mitte sein werden. Ich werde Google Docs zum Schreiben verwenden, damit ich meinen Fortschritt mit meiner besten Freundin Aniko teilen kann. Bevor ich anfange, werde ich zehn Figurenstudien ausarbeiten und den Anfang des Buches planen, damit ich nicht hängen bleibe.

 

Trilogie - Erfolgsplan

Mein Ziel ist es, eine Trilogie mit drei Romanen zu schreiben. Jeder Roman wird 90.000 Wörter umfassen. Ich möchte den Entwurf des ersten Romans in sechs Monaten fertigstellen. Das bedeutet, dass ich 500 Wörter pro Tag schreiben muss, was etwa alle 3 Tage eine Szene bedeutet. Ich werde 60 Szenen schreiben müssen, davon etwa 15 für den Anfang und das Ende sowie 30 für die Mitte. Ich werde in Microsoft Word schreiben. Bevor ich anfange, werde ich eine grobe Gliederung aller drei Bücher schreiben, damit ich die Welt im ersten Buch aufbauen kann.

 

Was hältst du davon, ein bisschen Mathe in den Schreibprozess fließen zu lassen? Ist dieser Gedanke von Shawn Coyne hilfreich? Oder hemmt er dich? Schreib deine Meinung in die Kommentare.

 



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Melanie Naumann ist die erste und einzige zertifizierte Story Grid Lektorin im deutschsprachigen Raum. Sie liebt es, Autoren zu helfen, das Potenzial ihrer Geschichten zu entdecken und mit ihnen eine authentische und fesselne Romanhandlung in jeder Art von Setting zu entwickeln.

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Kommentare 2


Sabrina

24. Februar 2021

Hallo Melanie, eine Verständnisfrage zu dem Blogbeitrag. Du schreibst eine Szene soll aus den Elementen auslösendes Ereignis, Komplikationen, Wendepunkt, Krise, Höhepunkt und Auflösung bestehen. Diese Elemente nutzt du dann als Pflichtszenen für den Anfang, die Mitte und das Ende der Geschichte. Allerdings fehlt in der Liste dann jeweils die Wendung. Gehört diese dann zu der Szene mit den steigenden Komplikationen oder sollte man lieber auch noch eine separate Szene machen? Viele liebe Grüße von Sabrina

Melanie - Storyanalyse.de

06. März 2021

Hi Sabrina. Wendepunkte sind die letzte Komplikation. Also dein Protagonist hat ja ein Szenenziel vor Augen, aber ihm begegnen Hindernisse (die es ihm erschweren sein Ziel zu erreichen) oder er findet Hilfsmittel (die es ihm erleichtern). Diese Komplikationen sind in ihrer Intensität ansteigend, also die erste Komplikation ist nichts tragisches, aber sie werden immer intensiver. Der Wendepunkt ist die krasseste Komplikation, die den Protagonisten in die Krise stürzt. Sein Weg zum Ziel ist keine  Strecke mehr von A nach B, sondern er steht an einer Wegkreuzung und muss erst eine Entscheidung treffen, bevor es weitergehen kann. (So schreibt man übrigens Cliffhanger, wenn man mit dem Wendepunkt die Szene / das Kapitel beendet)
 
 
 
Die 5 Pflichtelemente sind 
  • Auslösendes Ereignis
  • steigende Komplikationen, die zum Wendepunkt führen (Wendepunkt ist das wichtigste Element jeder Einheit einer Geschichte,  da dieser die Szene von ihrem Anfang zu ihrem Ende wandelt)
  • Krise
  • Entscheidung 
  • Auflösung 
Hoffe, dass hilft dir weiter, sonst schreib nochmal.
 
Grüße Melanie