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Wie kann ich mein Buch selbst lektorieren?

Was sind die fünf Fragen, um mein Genre zu finden?

Wie kann Genre ein Leitfaden für meinen Roman sein?

Der Anspruch, den du an deine Geschichte setzt, definiert den Grad, mit welchem du sie als Selbstlektor betrachten oder als Autor schreiben wirst. Wenn du willst, dass deine Geschichte funktioniert, sie den Konventionen entspricht und sie die Pflichtszenen ihres Genres enthält, musst du deine Geschichte der Genre-Unterteilung unterziehen.

 

Was sind die fünf Fragen, um mein Genre zu finden? - Wie kann Genre ein Leitfaden für meinen Roman sein?

09. Aug 2017 0

Inhaltsübersicht:

 

Was in den nächsten Absätzen folgen wird, ist eine Zusammenstellung verschiedener Quellen von Aristoteles und Plato, zu Schiller und Goethe, zu Friedman, Vogler und vor allem Shawn Coyne, der diese fünf Kategorien zur Genre-Entscheidung entwickelt hat.

Zusätzlich hat mich auch sehr die Herangehensweise von Robert McKee beeinflusst, den ich zuerst durch seine Beiträge für das Storytelling im Marketing kennenlernte. Er ist der führende Experte im Handwerk des Geschichtenschreibens (vor allem für Drehbücher). Die genialsten Ideen, die McKee und sein Kollege El-Wakil hervorbrachten, drehen sich um das Zusammenspiel von fünf verschiedenen Kategorien des Genres.

Was bedeutet Genre?

Ein Genre ist wie ein Etikett, das dem Leser / Publikum verrät, was er zu erwarten hat.

Jeder weiß, womit er bei einem Thriller, einer Liebesgeschichte oder einem Action-Film rechnen kann. Diese Erwartung bildet zugleich den Grund, warum oder warum wir nicht eine Geschichte sehen oder lesen wollen.

 

In welchem Genre kannst du deine Geschichte einordnen?

Egal, ob du bereits eine Geschichte geschrieben hast oder sie noch im Kopf mit dir herumträgst, die grobe Zuordnung zu einem Genre hast du bereits bewusst oder unterbewusst getroffen.

Doch jetzt solltest du bewusst über die Festlegung des Genres mit seinen fünf Teilbereichen nachdenken.

So kannst du auf ihre Konventionen und Pflichtszenen zurückgreifen, wenn du unter einer Schreibblockade leidest. Dasselbe gilt, wenn du deine Geschichte überprüfen willst, ob sie alle Elemente beinhaltet, die der Leser durch die Klassifizierung des Genres erwarten wird.

Genreunterteilungen gibt es genügend, und die Kriterien für die Klassifizierung sind nicht einheitlich. Während Kriminalromane und Romanzen anhand des Hauptplots einem Genre zugeordnet werden, ist bei den historischen Romanen entscheidend, wann die Geschichte stattfindet.

Die Genre Unterteilung hilft dir deinen Blick für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Geschichten zu schärfen.

Genres agieren als Orientierungspunkt, sodass wir unter all den veröffentlichten Büchern den Überblick bewahren können.

Dabei gilt, je mehr Konventionen eines Genres in einem Buch zu finden sind, desto eher wird es zu einem bestimmten Genre gehören.

In vielen Romanen gibt es Elemente, die ein oder zwei weitere Genres antasten. Das Genre leitet sich dann von dem Handlungsstrang ab, der durch die verwobenen Konventionen mit dem größten Fokus durch die Geschichte führt. Wenn ein Krimi beispielsweise einen Nebenplot mit einer Liebesgeschichte besitzt, bleibt er ein Kriminalroman.

 

Fünf Fragen, um die globale Geschichte mit dem Genre zu definieren

"In diesem Sinne beantwortet uns das Genre fünf Fragen, die unsere Entscheidung beeinflussen." (Shawn Coyne)

  • Wie lang ist die Geschichte?
  • Inwiefern müssen wir unsere Vorstellungskraft zum Unglaublichen dehnen?
  • Was ist der Stil, durch den wir die Geschichte erleben werden?
  • Wie ist die Story strukturiert?
  • Was ist der allgemeine Inhalt der Geschichte?

Mit diesen fünf Fragen haben McKee und El-Wakil die unzähligen vertrauten Genres sortiert, die wir alle intuitiv in fünf Hauptkategorien kennen.

Diese fünf Bereiche bilden in ihrer Gesamtheit die globale Geschichte.
Das bedeutet, dass man als Autor fünf Entscheidungen für sein Buch treffen muss. (Mehr sind aufgrund von verschiedenen Handlungssträngen in bestimmten Bereichen möglich)

 

Die folgenden fünf Bereiche, dei das eigene Genre definieren, kann man wie eine Art Straßenkarte betrachten. Sie helfen Autoren von einem Punkt zum nächsten zu kommen, wenn sie damit anfangen, ihr Buch zu schreiben oder zu lektorieren.

 

Die Bestandteile der globalen Geschichte

Es gibt insgesamt fünf Fragen, die man bei der eigenen Genre-Entscheidung beantworten muss: Umfang, Realität, Stil, Struktur und Inhalt. In jedem Bereich muss man seine Wahl treffen.

 

Umfang

Genre-Entscheidung Umfang

Als Erstes musst du natürlich wissen, welchen Umfang dein Buch annehmen wird. Soll es nur eine Kurzgeschichte werden, ein Drehbuch oder ein Roman.

Der Umfang sagt demnach aus, wie lang die Geschichte sein wird.

Kurz: Kurzfilme und Kurzgeschichten

Mittlere: TV Serien, Dokumentationen, Novellen, 1000 Wort Journalismus, ein Akt Theaterstücke

Lang: Filme, Romane, drei Akt Theaterstücke (oder mehr).

Realität & Stil

Die nächsten beiden Entscheidungen beziehen sich auf den Grad der Realität, den deine Geschichte besitzt sowie den Stil.

Natürlich musst du hier nichts analysieren, wenn du dir zwischen zwei Merkmalen unsicher bist. Bedenke, du kannst ein Drama mit witzigen Elementen schreiben oder eine Komödie mit einem Hauch Drama. Doch wenn du dich zum Zeitpunkt der Buchveröffentlichung festlegen musst, schau auf die Emotionen, die deine Geschichte ausdrückt. Sind sie wahr oder versuchst du, ihnen auszuweichen? Das ist in diesem Beispiel dein Genre im Bereich Stil – Drama oder Komödie.

In der Frage der Realität musst du dir im Klaren sein, ob deine Geschichte wirklich geschehen ist (Factualismus), sie noch nicht geschehen ist, aber passieren könnte (Realismus), sie durch etwas Unnatürliches nicht in der Wirklichkeit existieren kann (Fantasie) oder sie komplett aus der Reihe fällt, und selbst für Fantasy zu grotesk ist (Absurdismus).

Realität

Der Realitätsfaktor bezieht sich auf die Frage, inwiefern die Geschichte in das Unfassbare taucht.

Genre-Entscheidung Realität

Factualismus: Das sind Storys, die sich auf geschichtliche Ereignisse beziehen sowie Biographien. Sie starten meist mit: »Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten«, wie z.B. Schindlers Liste, Ziemlich beste Freunde, The Social Network, The Wolf of Wall Street.

Realismus: Das sind Geschichten, die zwar noch nicht passiert sind, aber im realen Leben geschehen können, wie z.B. die Fernsehserie Law and Order.

Absurdismus: Hier finden sich all die Geschichten, die man z.B. bei den Looney Tunes findet.

Fantasie: Wie es der Name sagt, sind es die Geschichten des Wundersamen und Fantastischen. Sie benötigen eine umfassende Aufhebung des Unglaubens. Sie werden in drei Subgenres geteilt:

  • Mensch: Anthropomorphisierte Wirklichkeit wie George Orwells dystopische Fabel ›Farm der Tiere‹, oder Zeitreisen wie ›Zurück in die Zukunft‹ oder ›Täglich grüßt das Murmeltier‹. Auch hier lassen sie sich in Zeitgemäße und historische Literatur unterscheiden.
  • Magie: Das sind die Welten, in die man zugern entschwindet. Sie werden bestimmt von neuen Gesetzen und von anderen Geschöpfen bewohnt, so z.B. J.R.R. Tolkiens ›Der Herr der Ringe‹ oder Avatar.
  • Science Fiction: Hier überschneiden sich die Grenzen zwischen technischem Fortschritt und Magie, die nicht unbedingt durch Fabelwesen, sondern eher durch technische Hilfsmittel von jedem Anwender eingesetzt werden können. Sci-Fi lässt sich weiter aufsplitten in:
    Alternative Geschichte: Watchmen von Alan Moore
    Cyberpunk, Die Neuromancer Trilogie von William Gibson
    Naturwissenschaft, Solaris von Stanislaw Lem.
    Militärisch: Starship Troopers von Robert A. Heinleins
    Post Apokalyptisches / Dystopie: The Road von Cormac McCarthy
    Romanze: Outlander von Diana Galbaldon
    Sozialwissenschaft: Star Trek
    Weltraumoper: Star Wars

 

Stil

Der Stil sagt aus, wie wir die Geschichte erfahren werden.

Genre-Entscheidung Stil

Drama: Ein ernster Ton, der die Realität konfrontiert und von tiefen Emotionen begleitet wird.

Komödie: lustige Ereignisse und Witz mit dem Ziel, sich nicht mit wahren Emotionen auseinandersetzen zu müssen.
 
Dokumentation: Auf Fakten beruhende Geschichten wie ›Die Reise der Pinguine‹ oder fiktionale Dokumentarfilme, die das Doku-Genre parodieren (Apollo 18, Das Wunder von Wien oder Borat).

Musical: Figuren fangen an zu singen, wie Chicago oder Grease.

Tanz: Dirty Dancing, Black Swan

Kampfkunst: Karate Kid, HiddenDragon

Literarisch: Eine Sensibilität der »hohen Kunst«, wie sie von einer bestimmten Intelligenz ausgesprochen wird. Sie teilt sich in:

  • Poesie: Fahles Feuer von Vladimir Nabokov
  • Minimalismus: kurze Fiktion, ›Würdest Du bitte endlich still sein, bitte ...‹ von Raymond Carver
  • Meta: Selbstreferentielle Werke, die Geschichten über Geschichten erzählen, wie Die Versteigerung von No. 49 von Thomas Pynchon
  • Post Moderne: Fragmentiert und subversiv in der formalen Struktur, Naked Lunch von William Burroughs.
  • Theatralisch: Eigenschaften des Theaters
  • Filmisch: Eigenschaften von Filmen
  • Epistolarisch: Eigenschaften von Briefen
  • Zeichentrick: Anthropomorphisierte Dummheit


Das sind die ersten drei Entscheidungen, die leicht zu treffen sind. Schreib sie dir auf.
Nun weiter zu der schwierigeren und komplementären Beziehung zwischen Struktur und Inhalt.

 

Die Struktur deiner Geschichte

Genre-Entscheidung Struktur

Die Struktur bezieht sich auf den Aufbau der Geschichte. Ist sie minimalistisch, nicht traditionell oder in einem Bogen gespannt?

Bogenplot: Hierzu gehören die typischen Geschichten: die Heldenreise, das klassische Dreieck von Aristoteles mit Anfang – Mitte – Ende, die Drei-Akt Struktur oder der Aufbau von Hollywood Screenplays.

Selbst wenn sich dein Protagonist nicht zum Schicksalsberg aufmacht, um den Ring zu zerstören, bildet ein spezielles Ziel die Grundlage  der Handlungsstruktur. Durch ein Ereignis wird das Leben des Protagonisten aus der Bahn geworfen und er versucht, bewusst und / oder unbewusst, wieder das Gleichgewicht herzustellen. Auf seiner Reise begegnen ihm antagonistische Kräfte (interne Hindernisse, menschliche oder natürliche), die ihm das Erreichen seines Zieles erschweren oder verwehren.

Der Mini-Plot bezieht sich größtenteils auf innere Konflikte.

Der Anti-Plot verwirft jegliche Prinzipien des Geschichtenerzählens. Die Erzählung bröckelt, die Realität und Zeit hängen in der Luft und der Protagonist verändert sich nicht. Das ist die feine Art der Post-Moderne.

Der Inhalt der Geschichte

Genre-Entscheidung Inhalt

Der Inhalt ist der Begriff, der am meisten mit dem Genre assoziiert wird. Er setzt die Atmosphäre / die zentrale Idee der Geschichte.

Externe Genres des Inhalts sind Geschichten, die hauptsächlich von einem globalen externen Wert und seiner positiven und negativen Energie angetrieben werden, wie in den folgenden Beispielen dargestellt:

  • Action: Leben vs. Tod
  • Horror: Leben vs. Schicksal, das schlimmer als der Tod ist (Verdammnis).
  • Verbrechen: Gerechtigkeit vs. Ungerechtigkeit.
  • Western: Individualismus vs. Gesellschaft, Freiheit vs. Zivilisation.
  • Krieg: Gerecht vs. Korrupt.
  • Thriller: Leben vs. Tod mit der Möglichkeit auf Verdammnis in Kombination von Gerechtigkeit vs. Ungerechtigkeit (Ein Mix aus Action, Horror und Verbrechen)
  • Gesellschaft: Der Wert, der auf dem Spiel steht, bestimmt das Subgenre, z.B. die häusliche Geschichte von einem Individuum vs. Familiendynamik.
  • Liebe: Liebe vs. Hass vs. Selbsthass vs. Hass, der vorgibt Liebe zu sein.
  • Performance: Anerkennung vs. Pein


Interne Genres des Inhalts beziehen sich auf Geschichten, die von der Natur des internen Konflikts des Protagonisten angetrieben werden.

  • Status: Erfolg vs. Misserfolg.
  • Weltanschauung: eine Veränderung im Leben führt zum Wandel der Werte.
  • Moral: eine Veränderung der Moral des Protagonisten.

 

Um extern und intern zu unterscheiden, kann man sich auch einfach Fragen: Wird die Geschichte vom Plot oder den Figuren angetrieben? Wenn der Plot die Geschichte antreibt, gehört das Buch zum externen Inhalt. Wenn die Figuren die Geschichte antreiben, dann geht es um die internen Genres (je nach Auffassung können sie sich in der Wahrnehmung auch stark vermischen. Was für den einen eine Geschichte über Moral ist, ist für den Anderen eine Status Geschichte.).

Geschichten müssen nicht über ein externes und internes Genre verfügen. Gruselgeschichten, Krimis und Actionstories besitzen meist kein internes Genre.

In internen Genres muss sich der Protagonist im Laufe der Geschichte verändern / die Sicht auf die Dinge muss sich wandeln, um selbst wachsen zu können, vor allem in Liebesgeschichten gibt es ein unterstützendes internes Genre, da jeder der zwei Protagonisten erst zu einer Erkenntnis kommen muss, bevor das Paar zusammen sein kann.

Man kann extern und intern miteinander kombinieren, aber auch hier gilt es, dass man ein primäres Genre festlegt. Andernfalls verwirrt man den Leser, weil er nicht das bekommt, was er womöglich von der Geschichte erwartet.

 

Ein Beispiel:

Sagen wir, wir wollen eine Geschichte über einen Astronuten schreiben, der auf dem Mars zurückgelassen wird (Der Marsianer von Andy Weir).

Da ein jeder von uns zuerst die Geschichte als Leser betrachtet, wissen wir, dass es eine Science-Fiction Geschichte ist, weil die Reise auf den Mars bisher noch nicht möglich ist.

Science-Fiction ist eine korrekte Zuordnung für diese Geschichte. Aber Autoren müssen mehr in die Tiefe gehen und uns fragen: Von was handelt die Geschichte wirklich? Ja, die Story spielt auf dem Mars und Science-Fiction macht die Geschichte möglich. Aber der Marsianer ist eine Geschichte, die sich um das blanke Überleben in einer todbringenden Umgebung dreht.

Der Marsianer ist zwar im Bereich Realität: Fantasy - Science Fiction, aber im Sinne ds Inhalts ist der Marsianer eine Actiongeschichte (Abenteuer - Umwelt)

 

Wie die fünf Fragen der Genre-Entscheidung beantwortet werden können

Wenn man versteht, wie die fünf Fragen der Genre-Entscheidung miteinander arbeiten, hat man eine super Grundlage für seinen Roman gefunden.

Sagen wir, du willst die Geschichte über einen kleinen Hobbit schreiben, der mit ein paar Zwergen zu einem Berg reist. (Der Hobbit J.R.R. Tolkien). Die Antworten auf die fünf Fragen würden wie folgt aussehen:

Umfang: Lang (Roman)

Realität: Fantasy - Magisch (es ist eine fantastische Welt, die sich geographisch wie auch von den Bewohnern und Möglichkeiten von unserer unterscheidet)

Stil: Drama

Struktur: Heldenreise/Bogenplot (ein Handlungsstrang, der Bilbos Abenteuer folgt)

Externer Inhalt (primäres Genre): Action - Abenteuer - Umgebung - Labyrinth (Weg zum Einsamen Berg finden)

Interner Inhalt: Weltanschauung: eine Veränderung in Bilbos Leben führt zum Wandel seiner Werte. Er bricht aus seiner eigenen, kleinen Welt aus (Bequemlichkeit seines Zuhauses) und setzt alles daran, dass auch die Zwerge ihr Zuhause zurückbekommen.

 

Diese fünf Fragen passen nicht zu meiner Geschichte

Doch, die Fragen passen. Frage dich, welche Art von Geschichte/Buch du wirklich schreiben willst. Denk auch gern länger über diese Frage nach.

Wenn der Autor nicht in der Lage ist, diese Entscheidung zu treffen, kann er seinen Lesern nicht erklären, was er geschrieben hat. Und wenn der Leser nicht weiß, was ihn erwartet, wird er das Buch nicht kaufen.

 

Tom Clancy, Stephen King oder auch George R.R. Martin nutzen doch auch nicht diese fünf Fragen, um ihr Genre zu finden. Warum sollte ich es nutzen?

Sicherlich betrachten diese Autoren nicht vorher diese fünf Fragen, um so ihre Geschichte zu definieren. Sie schreiben aber auch schon seit ihrer Kindheit und haben wahrscheinlich genügend Manuskripte geschrieben, die noch immer in ihren Schubladen liegen. Ich möchte dir auch nicht aufzwingen, wie man ein Buch schreiben kann. Die fünf Fragen dienen lediglich der ersten Orientierung.

Wie bei den oben genannten Autoren, wird sich auch bei dir mit der Zeit die Intuition dafür entwickeln, wie man gute Romane schreibt. Aber wenn du schneller verstehen möchtest, wie sich die Erwartungen deiner Leser erfüllen lassen, musst du dein Genre finden.

»Man muss vom Publikum lernen. Die Komplikation ist, es wird dich etwas kosten. Man muss den Preis zahlen, um ihr Urteil zu erfahren. Es gibt keine höhere Instanz. Du kannst nicht sagen: 'Hey, wart mal. Weißt du, wie hart ich an diesem Projekt gearbeitet habe?' Das Publikum interessiert es nicht, und das muss es auch nicht. Sie antworten: 'Hast du geliefert, was ich erwartet habe?'« (David Mamet, Masterclass)

 

In der Kategorie 'Aufbau von Geschichten' gehe ich näher auf die Struktur und den Inhalt ein.



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Melanie Naumann schreibt Thriller, studierte Sprache und bildet sich seit 2015 als Lektorin fort. Aus der Liebe zum Lektorat entstand zuerst ein Schreibblog, Ende 2018 dann Storyanalyse.de, um Autoren Hilfestellungen zum Schreiben und Lektorieren ihrer Manuskripte zu geben.

Melanie orientiert sich an den Story Grid Erkenntnissen von Shawn Coyne, da sie die Art des Lektorats des US-amerikanischen Lektors als die hilfreichste Methode empfindet, um herauszufinden, ob Geschichten funktionieren.

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