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Die drei Arten von Konflikten

Innere, persönlich und externe Konflikte

Konflikte sind die treibende Kraft deiner Geschichte. Sie entstehen aus den gegensätzlichen Objekten des Verlangens.

 

Die drei Arten von Konflikten - Innere, persönlich und externe Konflikte

13. Feb 2017 0

Die drei Arten von Konflikten

Es gibt drei Konfliktstufen, um die Pläne deines Protagonisten zu vereiteln und ihn daran zu hindern, das Objekt des Verlangens zu erreichen.

Interne Konflikte 

innere Konflikte

Interne Konflikte entstehen im Inneren deines Protagonisten. Sie sind ein internes Bedürfnis, ein Wunsch, ein Glaube, Unruhe oder Moral. Durch interne Konflikte kannst du dem äußeren Konflikt mehr Bedeutung und Komplexität geben, wobei der äußere Konflikt den Protagonisten zwingt, Entscheidungen zu treffen und sich zu verändern. Ein starker, interner Konflikt kann eine gute Geschichte ausmachen.

Interne Konflikte können auch Verwirrung bedeuten, sobald sich der Protagonist mit einer schwierigen Aufgabe konfrontiert sieht. Wenn wir die Stimme des inneren Schweinehunds und die uns zurückhalten wollen, nie zu ignorieren schaffen, werden wir nie etwas erreichen.

 

Persönliche Konflikte

persönliche Konflikte

Persönliche Konflikte werden einerseits durch die Einführung eines Antagonisten hervorgerufen. Es muss alles darauf absetzen, den Protagonisten davon abzuhalten, dass er seine Ziele erreichen kann. Dies muss nicht unbedingt absichtlich geschehen, immerhin wird der Antagonist auch nur versuchen, sein Objekt des Verlangens zu gewinnen.

Andererseits können sich persönliche Konflikte auch aus der Uneinigkeit zwischen zwei Personen entstehen.
Selbst Held und Heldin können gegensätzliche Ziele besitzen. Der eine will die Schatzkarte, um einen Juwel zu finden; die andere um ihren Bruder zu retten. Sie sind sich gegenseitig im Weg, um ihre Ziele zu erreichen. Sind die beiden ein Paar, dann bedeutet das, das ihr Partner ein Hindernis und eine Ablenkung darstellt, um das eigene Ziel zu erreichen. Andererseits kann ein tiefsitzender Glaube von den Gefühlen für den Anderen bedroht werden. Was wäre, wenn die Liebe zu diesem Mann, ihren inneren Frieden stören würde, ihren Sinn für Sicherheit oder gar ihre Moral?

In kurz: Sieh zu, dass die Ziele der Figuren aufeinanderprallen. Diese Kollision schafft Konflikte.

 

Externe Konflikte

externe Konflikte

Der über den persönlichen Konflikt herausgehende Konflikt ist die Bedrohung, von der Gesellschaft geächtet zu werden, Naturkatastrophen sowie alles Göttliche. Sie stellen externe Konflikte dar. Eine introvertierte Lehrerin muss ihre Schwester aus dem Gefängnis befreien. Ein Glücksspieler muss die Mutter eines ausgesetzten Kleinkinds finden oder eine alleinerziehende Frau muss es schaffen, ihre Miete bezahlen zu können. Wie du siehst, externe Konflikte müssen nicht unbedingt Mord und Totschlag bedeuten.

 

Welcher Konflikt für welches Genre?

Konflikte sollten deine Leser überraschen, und sich voneinander unterscheiden. Wie sehr sie sich unterscheiden sollten, hängt von der Wahl des Inhaltsgenres ab. (Mehr dazu in den nächsten zwei Kapiteln). Beispielsweise wird eine Geschichte um das Erwachsenwerden sich sehr mit internen Konflikten beschäftigen. Ein James Bond Film wird eher von persönlichen Konflikten bestimmt sein, während ein Überleben-Thriller mehr auf externen Konflikten beruht.

Das Streben nach den externen (bewussten) und internen (unbewussten) Objekten des Verlangens sind das Herz und die Seele deiner Geschichte. Was der Protagonist will (Geld) versus dem, was er braucht (bedingungslose liebe). Das ist die Grundlage. Und wann auch immer dein Schreibfluss stockt, analysiere wie spannend und überraschend das Streben deiner Hauptfigur ist, um das zu bekommen, was sie will und braucht.

 

Konflikte – das solltest du wissen.

Konzentrierst du dich auf das Streben nach dem Objekt des Verlangens in deiner Geschichte und arbeitest wunderbar spannende und überraschende Konflikte aus, dann wird das andere Patzer in deiner Geschichte wiedergutmachen.

Definierst du die Objekte des Verlangens nicht konkret, wird das deine Handlung zerstören.

Denke immer daran, dass der Leser sich in die Geschichte deines Protagonisten investieren muss. Und der Leser bindet sich am besten an diese fiktionale Figur, wenn sie nach einem konkreten Ziel strebt. Jeder versucht seine Ziele zu erreichen, um das zu bekommen, was er will. So ist es ganz klar, dass wir mit einer Figur mitfühlen können, die auch nur versucht, dass zu bekommen, was sie will. Selbst wenn uns nicht gefällt, auf was sie es abgesehen hat.

Egal, welche Geschichte du schreibst – sei es ein Kriminalroman, eine Fantasy-Romanze, ein Sci-Fi Überlebensthriller, etc. – du brauchst mitreißende Objekte des Verlangens für deinen Protagonisten.
Besitzt deine Hauptfigur nichts, was sie will oder braucht, dann hast du keinen Antrieb für deine Handlung, und keine Geschichte. Das Buch funktioniert nicht.

 

Der erste Job des Selbstlektors

Neben den allgemeinen Fragen, die du dich als Selbstlektor deines Manuskripts fragen solltest, definiere was dein Protagonist will und braucht.

Was sie anstreben und was sie unterbewusst in ihrem tiefsten Selbst vertreten, muss klar bestimmt werden. Wenn diese Punkte dir selbst als Autor der Geschichte nicht klar sind, wird der Leser sie auch nicht erkennen können. Die Geschichte, egal wie perfekt sie geschrieben ist, wird sich ohne konkrete Objekte des Verlangens nicht richtig anfühlen. Sie wird steril wirken, zu intellektuell oder unauffällig.

Deswegen frage dich:

Was will mein Protagonist?

Was braucht mein Protagonist?

 

Die fünf Punkte der Dramaturgie

Der Bogenplot / die Drei-Akt Struktur besitzt in ihrer Struktur fünf Punkte, wo sich die Entwicklung der Handlung durch Konflikte in eine neue Richtung begibt.

Der erste Punkt ist das auslösende Ereignis. Es besteht aus der Darstellung der Ausgangssituation, inklusive des auslösenden Ereignisses, der Einführung der Figuren, der Festlegung des Ziels, der Motivationen und des Konflikts. Der erste Handlungspunkt oder Wendepunkt tritt etwa nach einem Viertel des Manuskripts auf.

Ein Handlungspunkt / Wendepunkt ist ein Ereignis, das den Lauf der Geschichte in eine neue Richtung lenkt. In chronologischer Reihenfolge findet man sie wie folgt in der Geschichte:

Auslösendes Ereignis – erster Handlung- / Wendepunkt – Mitte – zweiter Handlung- / Wendepunkt – Höhepunkt.
(sh. die visuelle Darstellung der Drei-Akt-Struktur)

Aus diesen Wendepunkten entspringt eine Komplikation aus dem Ergebnis des vorangegangen Problems. Konflikte bringen neue Konflikte hervor, da jede vorherige Lösung ein neues, unvorhergesehenes Problem birgt.

 

Konflikt – der Weg zur Auflösung

Wenn aus Konflikten Lösungen entstehen, dann sind Konflikte sowohl Hindernis als auch der Weg zur Auflösung. Sie sind der Antrieb der Handlung oder der Samen der Veränderung. Die verschiedenen Konflikte in einer Romanze sollten verwandt sein, mit Veränderung und dauerhafter Liebe als Auflösung. Der Held, die Heldin und sogar die Konflikte des Schurken sollten während des Laufs der Geschichte zusammengeflochten werden.

Starke Konflikte sollten definiert, und für den Leser klar zu verstehen sein. Zu viele Konflikte können ihn jedoch überfordern und verwirren, wie auch die Figuren. Ein klares Verständnis deiner Konflikte lässt dich Szenen schaffen, die deine Handlung voranbringen, die die Emotionen deiner Figuren herüberbringen und die Spannung und Drama erzeugen, weil man weiß, was auf dem Spiel steht.

»Die Stärke deiner Geschichte ist dein Konflikt.« (Debra Dixon)

 

Fragen an dein Manuskript, die du dir als Selbstlektor stellen solltest:

Zur Übersicht habe ich dir eine Checkliste erstellt, mit der du ganz schnell dein Manuskript und das Potenzial deiner Konflikte überprüfen kannst.

Checkliste - Konflikte im Roman

Dazu gehören u.a.

  • Hast du deine Figuren (Protagonisten, Antagonisten) klar und kraftvoll in deiner Geschichte eingeführt? Beginnt die Geschichte mit einem Konflikt, Action oder einem Ereignis, das den Leser packen wird?
  • Hast du mehrere Konflikte? interne, externe oder Beziehungsprobleme? Sind diese Konflikte untrennbar miteinander verknüpft, sodass äußere Entwicklungen die internen beeinflussen, und andersherum?
  • Sind deine Konflikte klar definiert? Oder hast du alles auf deine Figuren geschmissen, nur um einen schwachen Konflikt zu verbergen?
  • Kann dein Hauptcharakter den zentralen Konflikt, der am Beginn der Geschichte etabliert wurde, auflösen?
  • Und viele weitere.

 

 



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Melanie Naumann schreibt Thriller, studierte Sprache und bildet sich seit 2015 als Lektorin fort. Aus der Liebe zum Lektorat entstand zuerst ein Schreibblog, Ende 2018 dann Storyanalyse.de, um Autoren Hilfestellungen zum Schreiben und Lektorieren ihrer Manuskripte zu geben.

Melanie orientiert sich an den Story Grid Erkenntnissen von Shawn Coyne, da sie die Art des Lektorats des US-amerikanischen Lektors als die hilfreichste Methode empfindet, um herauszufinden, ob Geschichten funktionieren.

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