Rezensionen zu ausgewählten Büchern

Angus: Nenn es Heimat

Angus von Melanie Neubert

Dystopie
Angus: Nenn es Heimat - Angus von Melanie Neubert

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Angus: Nenn es Heimat

Angus: Nenn es Heimat - Angus von Melanie Neubert

Autor: Melanie Neubert
Genre: Dystopie

Erscheinungsjahr: 2018
Verlag: Independently published

ISBN: 978-1976834332

Seiten: 84
Printausgabe Preis: 4,99 €

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20. Feb 2018   0

Kurze Inhaltszusammenfassung

Die Geschichte zu "Angus - Nenn es Heimat" gehört in das Genre Dystopie. Das Buch erzählt die Vorgeschichte eines Jungens namens Angus, der mit seiner Familie in einem kleinen Dorf im Mittelalter des 23. Jahrhunderts aufwächst.

Angus' Kindheit wird von Verlust begleitet. Gräber türmen sich in der kleinen Gemeinschaft und doch hat er sich zum Ziel gesetzt, dass weder er noch seine Familie am Hungertod sterben sollen. Doch wie kann er dem entgegenwirken, wenn sein Vater seine Arbeit verloren hat? Wenn seine Mutter Medizin braucht, die Nahrungsvorräte zur Neige gehen und Söldner in den Wäldern hausen, die jeden töten, der die Grenzen überschreitet?

Angus´ Tapferkeit eröffnet ihm neue Möglichkeiten. Doch mit Chancen wachsen die Herausforderungen und mit Herausforderungen kommen Gefahren.

 

Cover

Der Hauch eines apokalyptischen Anscheins wird auf dem Cover suggeriert. Ein Planet hängt tief am Wolkenhimmel, während ein Kinderpaar in den Sonnenauf- oder untergang wandert. Dies ist eine gute Visualisierung, um zu zeigen, dass der neue Planet Hoffnung und Untergang zugleich sein kann.

Die Schrift des Wortes "Angus" passt perfekt zu der Beschreibung, dass die Geschichte im zukünftigen Mittelalter spielt. Um diesen Zukunftskontrast besser hervorzuheben, fehlt noch ein technisches Element, sodass der Betrachter visuell sofort erkennen kann, dass diese Geschichte keine pure "Mittelalter"-Geschichte ist, sondern eine neue Zeitepoche beschreibt.

 

Zur Geschichte

Auch wenn dieses Buch nur die Vorgeschichte von Angus auf nicht einmal 100 Seiten umfasst, wird der Leser in seiner Welt ab dem ersten Satz gebannt.
Die Entbehrungen und Ängste des Jungen werden so klar kommuniziert, dass die kurze Reise in eine neue, alte Welt zu einem emotionalen Erlebnis wird.

Die Geschichte ist in sich schlüssig aufgebaut, besitzt ihr auslösendes Ereignis, einen intensiven Mittelteil und eine glaubhafte Auflösung.

Obwohl die Autorin Melanie Neubert den Fokus auf die Beschreibung der neuen Zeitepoche legte, hat sie diesen Kontrast zu unserer heutigen Lebensweise wunderbar anhand von Angus' Leben gezeigt.

 

Figuren

Der Junge Angus ist der Protagonist der Geschichte.

Mit viel Liebe hat die Autorin den Jungen zum Leben erweckt. Seine Entscheidungen sind nachvollziehbar, seine Gefühle und Sinne zum miterleben und er gehört zu den Figuren, die aktiv etwas ändern wollen. Das absolute Muss für eine Geschichte wie diese.

Auch die Nebenfiguren: seine Schwester Jelle, Mikko, sein Vater und seine Mutter sowie die Dorfbewohner überzeugen durch ihre Persönlichkeit. Vor allem werden sie anhand von Details beschrieben, die ein klares Bild im Kopf des Lesers schaffen.

 

Stil & Sprache

Kaum zu glauben, dass "Angus - Nenn es Heimat" das erste Buch von Melanie Neubert ist.

Beschreibungen wie: "Fünf Herzschläge später" sind top, genauso wie ihr visuelles Meisterwerk Personen anhand von charakteristischen Details zu beschreiben, wie z.B. der alte Fonder, dessen Finger sich so sehr krümmten, dass sie einer Kralle ähnelten.


Ihr Schreibstil ist flüssig und nur an wenigen Stellen kommt der Leser in ein kurzes Stolpern.

So z.B. kann in einer Action-Szene nicht von einer "gähnenden Schwärze" gesprochen werden. (S. 14)

Ab und zu werden auch Substantivierungen oder Adjektive genutzt, die mit einem Verb ein Substantiv beschreiben. Diese schwachen Hilfsmittel zur Beschreibung würden visuell-eindeutigere Bilder wecken, wenn man diese Wörter in Verben umwandelt.

Die vorbeiziehenden Schleierwolken .. (S. 22)
- Die Schleierwolken zogen vor der Sonne vorbei.

Das Blitzen zwischen den Bäumen (S. 14)
- zwischen den Bäumen blitzten ...

 

Endergebnis:

Die Geschichte zu "Angus - Nenn es Heimat" gleicht einer sanften Woge, die den Leser in eine neue Welt entführt.

Die Geschichte ist das erste Buch der Autorin Melanie Neubert und man entdeckt mit ihr ihr wachsendes Vertrauen, sich in Angus immer mehr hineinzuversetzen.

Die Geschichte ist spannend und spielt mit der Angst vor einem Szenario, auf die sich unsere Welt zubewegen könnte.

Für jeden, der mit dem Gedanken spielt, nicht mit Pauken und Trompeten in einer Dystopie verschlungen zu werden, für den ist diese Geschichte ein Muss, denn diese Geschichte hat ihr Herz am rechten Fleck.


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