Was kommt nach dem ersten Entwurf des Romans?

Das Wichtigste in einer Szene (am Beispiel)

zuletzt bearbeitet am 21. Mai 2019

veröffentlicht am 30. Nov 2018 von Melanie Naumann

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Verbessere dein Schreibhandwerk

Das Wichtigste in einer Szene (am Beispiel) - Verbessere dein Schreibhandwerk

Wenn du das Handwerk des Schreibens erlernen willst, gibt es zwei Fähigkeiten, die du trainieren solltest. Lerne hier mehr über die Wichtigkeit einer Szene.


Malcolm Gladwell sagte, dass man 10.000 Stunden benötigt, um eine Fähigkeit bis zur Perfektion zu beherrschen.

Aber nun wollen wir doch keine 10.000 Stunden investieren, bevor wir unser erstes Buch veröffentlichen. In diesem Artikel helfe ich dir deinen Fokus zu finden, damit du genau weißt, welche beiden Fähigkeiten du in diesen 10.000 Stunden trainieren solltest.

 

Inhalt:

 

Die zwei essentiellen Fähigkeiten, die man trainieren muss

Alle Fähigkeiten, die man zum Schreiben einer Geschichte benötigt, lassen sich in zwei Hauptgruppen aufteilen:

  • Das Schreiben von Szenen
  • Die Sicht auf die globale Geschichte

 

Mehr ist es nicht. Alles andere, wie Figurenentwicklung, Sprache, Erzählperspektive, Heldenreise ... ordnet sich den beiden genannten Kategorien unter.

Wenn es dir gelingt, Szenen zu schreiben, die an einem Punkt beginnen und an einem anderen aufhören, bist du schon auf einem guten Weg. Wenn du dazu deine Geschichte global im Auge behältst, wird es dir gelingen, dass deine Leser Gefallen an deiner Story finden. Global bedeutet, dass deine Geschichte den Konventionen des Genres und seinen Pflichtszenen folgt und über einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende verfügt.

Lass uns diese beiden Hauptkategorien genauer betrachten. In diesem ersten Teil befassen wir uns mit der Szene.

 

Was gehört zum Schreiben einer Szene?

Ich sage es nur zu gern, aber dieser Vergleich ist notwendig um herauszustellen, wie wichtig es ist, das Schreiben von Szenen zu lernen.

Wer Gitarrespielen lernen will, startet nicht mit einem Song. Man lernt zuerst die Griffe mit seinen Händen und Fingern, und das so oft, bis sich die Muskeln an diese Bewegungen erinnern können.

Mit dem Schreiben ist es gleich. Wir lernen das Handwerk des Schreibens, wenn wir die fundamentale Einheit einer Geschichte betrachten: die Szene.

 

Essentielles, was du zu einer Szene wissen solltest:

  • Eine durchschnittliche Szene hat um die 1.000 bis 2.000 Wörter. Mehr nicht. (Wir lassen an diesem Punkt mal Melville’s Moby Dick Kapitel über Walkunde raus ;-)
  • In einer Szene tritt immer eine Veränderung für mindestens eine Figur auf. So gesehen kommt es zu einem Wandel des Wertes. Schauen wir uns das am Beispiel der ersten Szene des Thrillers: Der Fedora Attentäter an.

 

»Mord ist nichts wert, wenn man keinen Spaß daran hat«, sagte ein Mann, der durch das Visier eines Scharfschützengewehres spähte.
»Vier Klicks nach links«, flüsterte ein Zweiter, der die Geschwindigkeit des Windes überwachte.
Der Schütze hob die Hand an die Optik. Ein Klick, zwei Klicks, drei. Er zog den Arm zurück, schloss den Zeigefinger um den Abzug und sah durch das Zielfernrohr, das über den See hinweg auf das vernarbte Gestein einer Kirche zeigte. Gräber umschlossen das Gemäuer, in dessen Schatten das Moos wie ein struppiger Bart wuchs. Wenige Meter vor dem Glockenturm saß inmitten von weißen Lilien eine junge Frau. Ihr braunes Haar strich über die Tränen auf ihren Wangen, während sie auf ein Holzkreuz starrte, das vor ihr aus der Erde ragte.
Mit einem Zucken der Fingerkuppe schoss das Projektil aus dem Lauf. Zentimeter von ihrem Körper entfernt bohrte sich die Kugel in den Mauerstein. Gleich den Splittern warf sie sich zu Boden. Die Blüten wirbelten in die Höhe und schwebten wie Federn auf ihren Rücken hinab. Zitternd krallte sie die Hände in den feuchten Untergrund und robbte in den Schutz eines Grabsteins.
»Und die Spiele beginnen«, sagte der Mann am Fernglas und ließ es sinken. »Immer erst die Beute aufschrecken, bevor du sie erlegst.«
»Jemanden zu jagen und die Angst in seinen Augen zu sehen, ist der beste Lohn, den dieser Job bringt.«
»Vater wäre die Munition zu schade.«
»Vater sitzt im Knast, weil er deine Drecksarbeit erledigt hat.«
»Ich setze keine Bombe an einen Wagen, in dem ein Baby drin ist. Selbst wenn es das Auto dieses verdammten Polizisten war.«
Der Schütze korrigierte den Lauf des Gewehres und visierte den Oberarm seines Opfers an, der hinter dem schmalen Stein hervorschaute. Um Millimeter sanken seine Schultern herab und er zog den Abzug mehrmals zurück.
Um die Frau herum hagelte es Körner und Erdfetzen. Sie sprang auf, hastete los, stolperte und stürzte. Mit dem rechten Unterarm schlug sie auf ein Pyramidenlicht. Der Knochen brach und riss durch ihre Haut.
Der Kerl an der Waffe lachte. Er stand auf und trat aus dem Schutz der Trauerweide, die ihn von einem Feld abgeschirmt hatte. In den Strahlen der Abendsonne schimmerte ein Wappenring an seinem Zeigefinger. Er nahm sein Zielobjekt wieder ins Visier und klickte den Schalter der Optik eine Stufe weiter. »Merke dir, Jacob. Wenn du mit Vaters Leuten ins Geschäft kommen willst, musst du lernen, deine Hände in Blut zu tauchen.«
Sein Bruder lag noch immer im Schatten des Baumes. »Ich brauche kein Schulterklopfen, ich suche …«
»Das Herz der Hydra-Zünder? Das hat der Bulle mit ins Grab genommen. Das bekommst du nicht zurück.«
»Ihr Tod ist die Lösung.« Jacob deutete zu dem gekrümmten Körper der Verletzten, den nur noch die Blütenblätter der Lilien schützten. »Sie ist der Schlüssel.«
Ein weiterer Schuss krachte durch die Stille.
Die Frau duckte sich.
Jacob ließ das Fernglas fallen.
Vor ihm sackte sein Bruder zu Boden. Seine Stirn war aufgerissen. Die Augen tot. Die Hose mit Urin getränkt.
Jacob griff die Waffe und krabbelte hinter den Baum. Im Schutz des breiten Stammes lehnte er sich vor und riskierte den Blick auf den gepflügten Acker.
Kugeln schmetterten in die Rinde. Späne fetzte es heraus, die ihm wie Scherben die Haut von Wangen, Kinn und Nase aufrissen. Blut quoll hervor und nahm ihm die Sicht. Mit dem Finger suchte er den Abzug des Scharfschützengewehres, fand ihn und drückte hintereinander ab. Die Patronenhülsen flogen aus dem 20’er Magazin, bis es klackte und kein Schuss mehr folgte.
Er wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht. Fünfzig Meter von ihm entfernt kletterte ein Polizist aus dem Straßengraben und schoss auf ihn.
Geduckt rannte Jacob zu dem schwarzen VW Touareg, der auf einem Feldweg im Schatten eines toten Kirschbaumes parkte. Er sprang durch die offenstehende Fahrertür, drehte den Schlüssel herum und schlug den Fuß auf das Gaspedal.
Der Wagen jaulte auf.
Ohne die Kupplung zu treten, prügelte er den Schaltknauf in den ersten Gang bis der Motor kreischte und das Auto nach vorn ruckte. Er löste die Handbremse, schaltete die Gänge hoch und gewann an Geschwindigkeit.
Mit zusammengepressten Zähnen richtete er den Rückspiegel aus, der ihm die Frau inmitten der weißen Blumen zeigte.
Sie lebte.

© Melanie Naumann, Der Fedora Attentäter

 

In dieser Szene beobachten wir zwei Auftragskiller, deren Ziel es ist, eine Frau umzubringen.

Am Anfang der Szene ist sowohl die Frau sicher (in ihrer eigenen Wahrnehmung, weil sie nichts von dem versteckten Scharfschützen weiß) als auch die beiden Auftragskiller. Am Ende hat sich die Szene komplett gewandelt. Für die Frau wandelte sich die Szene von sicher zu Todesgefahr zu verletzt. Für einen Auftragskiller endete die Szene mit dem Tod.

Ironischerweise spiegelt sich der Wandel von dem Wert: Leben zu Tod zeitversetzt für die beiden Auftragskiller wieder. Die Jäger werden zu Gejagten.

Diese Szene war für Jacob ein direkter Schlag auf den Solarplexus (gern auch als das auslösende Ereignis der Geschichte benennbar). Der Leser blättert weiter, weil er wissen will, wer die Frau war und vor allem, was Jacob tun wird, um sein Ziel, sie zu töten, doch noch zu erreichen.

 

Aber der Wandel in einer Szene kann auch subtiler sein.

Dazu das Beispiel der nächsten Szene des Thrillers, die sich zeitlich vier Jahre nach dem Anschlag einreiht.

Marly am Flughafen - Der Fedora AttentäterEin Mann stürmte durch die Eingangshalle des internationalen Flughafens von Toronto. Er sprang über Koffer und Taschen, die wie umgerissene Grabsteine an das Leben ihrer Besitzer erinnerten. »Hunter, raus!«, schnitt seine Stimme durch die Stille.
»Wir haben keine neun Minuten mehr«, erklang die Antwort durch sein Headset.
»Ich bin gleich bei dir.« Er rannte durch die Sicherheitsschleuse.
Der Metalldetektor piepte.
Niemand stoppte ihn.
Keiner war da.
Lichter aus Rot und Blau rotierten hinter den Fensterscheiben. Draußen heulten Sirenen. Megaphon-Ansprachen organisierten die Panik.
Im Terminal angekommen, hetzte er an Geschäften und Snackbars vorbei, bis er am Ende des Ganges in Richtung der Rolltreppen abbog. Er schoss um die Ecke und prallte gegen eine Person.
Ein Schrei verstummte mit dem Aufschlagen eines Rucksacks.
In einer Seitwärtsdrehung fing er sich ab und drehte sich um. Vor ihm lag eine Frau auf dem Rücken. Sie winkelte die Beine an und wippte mit den Armen nach vorn, aber ihr vollgestopfter Trekkingrucksack hielt sie wie ein Magnet am Boden fixiert. Er beugte sich zu ihr, griff ihre Hände und zog sie auf. »Was wollen Sie hier?«
Sie strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, nur auf dem linken Bein stehend, das rechte angewinkelt über dem Boden haltend. »Soll das eine Entschuldigung sein?«
Er öffnete die Schnallen ihres Rucksacks, die Nähe ignorierend, die er mit seinen präzisen Bewegungen der Fremden entgegenbrachte. »Das ist eine Evakuierung. Sie müssen sofort aus dem Gebäude.«
Sie starrte ihn an. Aus der Brusttasche seiner Schutzweste ragten Werkzeuggriffe und um seinen rechten Oberschenkel spannten sich zwei Riemen, die eine Waffe mit Holster trugen.
»Hunter, bitte«, drängte er und hob die Gurte von ihren Schultern. Der Rucksack fiel von ihrem Rücken und knallte auf die Plastikschnallen. »Ich bin in zehn Sekunden bei dir«, sagte er, ohne den Blick von ihr zu nehmen. »Ich habe hier noch jemanden. Bring sie in Sicherheit.«
»Ich brauche niemanden«, wehrte sie ab und setzte den rechten Fuß auf. Haltlos, als wackelte ein spitzer Stein unter ihrer Sohle, knickte sie ein.
Er schnellte vor, fasste ihre Hüfte und hielt sie fest.
Unter Schmerzen presste sie die Lippen zusammen und ihre Finger drückten in den Stoff seiner Ärmel, auf denen die Aufnäher der Polizei Torontos hafteten.
»Hunter, sie ist verletzt und muss hier raus. Und du auch.« Er lehnte den Kopf über ihre Schulter. »Ich lass los. Kannst du …?«
Sie wandte sich zu ihm um und nickte. »Marly.«
Im Rückwärtsgehen lächelte er. Dann drehte er sich um und rannte los. Seine Schritte hallten durch den Gang, bis er die Rolltreppe hinab eilte.

© Melanie Naumann, Der Fedora Attentäter


Während der Polizist versucht, rechtzeitig zum Sprengsatz zu gelangen, nimmt die Frau die Situation komplett anders wahr.

Der Wandel der Szene liegt hier nicht vordergründig im externen, sondern in der Dynamik der beiden Figuren und ihrer Beziehung zueinander. Marly ist zunächst beinah erbost, dass der Typ sie einfach umgerannt hat. Selbst als er ihr erzählt, dass der Flughafen wegen einer Bombendrohung evakuiert wurde, weißt sie seine Hilfe ab. Erst als sie durch den Schmerz ihres Fußes seinen Halt spürt (sowohl physisch als auch innerlich), wird ihr bewusst, dass sie seine Hilfe annehmen muss, um zu überleben. Mit der Nennung ihres Vornamens baut sie ein persönliches Verhältnis auf, was natürlich auch eine Form des Dankes sein kann. Der Wandel ist hier also von fremd zu vertraut.

 

Der Wandel in einer Szene

In beiden Szenenbeispielen kommt es zu einem Wandel.

In der ersten verändert es sich für Jacob von Kontrolle über das Leben (beinahe gottesgleich kann er mit seinem Bruder über Leben und Tod entscheiden) zu Machtlosigkeit.

In der zweiten Szene wird aus Distanz Vertrauen.

 

Jede Szene muss sich wandeln, oder sie funktioniert nicht.

Ein oder zwei Szenen kann man als Leser verzeihen, aber je mehr Szenen belanglos dahin erzählt werden, ohne das sich etwas verändert, umso weniger wird der Leser weiterlesen wollen.

 

Szenen wandeln sich entweder durch eine offensichtliche Veränderung – wie z.B. durch Leben und Tod Situationen, oder durch einen subtileren Wandel in menschlichen Beziehungen.

Wenn man lernen will, wie man einen handwerklich guten Roman schreibt, sollte man lernen, wie man Szenen schreibt, in denen sich etwas für die Figuren verändert.

Erst wenn man gelernt hat, wie man Szenen schreibt, die sich verändern, kann man diese Szenen miteinander verweben und die gesamte globale Geschichte betrachten.
Dazu mehr im nächsten Beitrag.

 

Wie kann man feststellen, dass man an seinen Szenen arbeiten muss?

Wenn du ein Neuling im Schreiben bist, kannst du zur nächsten Überschrift weiter scrollen: Wie kann man seine Szenenarbeit selbst verbessern? Dort findest du den besten Tipp, um zu lernen, wie man funktionierende Szenen schreibt. Merke dir, man kann keine Geschichte schreiben, die funktioniert, wenn sich die Szenen nicht wandeln. Szenenarbeit ist die grundlegende Fähigkeit des Geschichtenerzählens und eine Fähigkeit, die man lernen muss, zu beherrschen.

 

Wenn du schon länger schreibst, findest du hier ein paar Punkte, worauf du dich konzentrieren kannst, wenn du deine Szenen verbessern willst:

  • Eine Szene, die sich wandelt, kann mit nur zwei Worten zusammengefasst werden (oder ein bis zwei Sätze maximal!)
  • Man kann nicht sagen, was sich für mindestens eine Figur in der Szene ändert.
  • Du kannst die Szene auch einem Freund zum Lesen geben und ihn bitten, den Kern der Szene wiederzugeben. Wenn er sich unsicher ist; sagt, dass nichts passiert wäre oder alle Details aufzählt, funktioniert die Szene nicht.
  • Auch dein Lektor kann dir sagen, ob die Szene funktioniert oder nicht.

 

Glaubst du, dass deine Szene funktioniert?

Mach den Test.

Schreib einfach auf, was sich für eine Figur in der Szene verändert. Fasse es in 1-2 Sätzen zusammen. Danach soll ein Autorenfreund dasselbe mit deiner Szene tun.

Wenn ihr beide dieselbe Art von Satz aufschreibt, über das, was sich in der Szene für ein oder mehrere Figuren verändert hat, hast du eine Szene, die funktioniert.

 

Wie kann man seine Szenenarbeit selbst verbessern?

Man muss von den Meistern lernen, keine Frage. Aber zu wissen, worauf man achten sollte, ist wahrscheinlich noch wichtiger. So kann man sich besser verinnerlichen, was wirklich wichtig ist, wenn man eine Szene schreibt.

Wenn du ein Plotter bist, dann starte jede Szene mit einer Intention.

Zum Beispiel: In dieser Szene soll sich mein Protagonist denken, er stünde kurz vor einer Beförderung. Er unterschreibt vielleicht schon den Mietvertrag für die neue Wohnung. Am Ende der Szene soll er jedoch seinen Job verlieren.
Nach jeder geschriebenen Szene, versuche sie zu bewerten. Hat sich die Szene so gewandelt, wie du es vorhattest? Wenn nicht, ändere sie.

 

Wenn du eher ein Pantser bist, versuche deine Szenen stärker zu analysieren, nachdem du sie geschrieben hast.

Was hat sich konkret in der Szene verändert? Und für wen? Trainiere diese Art des Evaluierens deiner Szene, um auf lange Sicht, bessere Szenen zu schreiben.


Und natürlich lerne von den Besten. Lies die besten Bücher deines Genres – so erhältst du ein wunderbares Gefühl dafür, was bereits getan wurde und wo Innovationen notwendig sind.

Achte auch auf die Szenen in dem jeweiligen Roman. Vor allem versuche zu vergleichen, welche Szenen alle Geschichten dieses Genres gleich haben. In Liebesgeschichten gibt es z.B. immer die Szene mit dem ersten Kuss. Im Krimi den Fund der Leiche oder im Horror-Genre die Attacke des Monsters.

Versuche, dir zudem die Frage zu stellen, was war der Wandel in der Szene? Hast du damit gerechnet, was geschehen ist? Wenn dich das Geschehen überrascht hat, wie hat der Autor das angestellt? Schreibe Ideen auf, die du zu all diesen Erkenntnissen hast.

Natürlich gibt es noch mehr Kriterien, um zu sagen, ob eine Szene funktioniert. Mehr dazu im Beitrag in 2 Wochen: Wann funktioniert eine Szene?.

 

Feedback bekommen und sich selbst antreiben

Wenn du ein super Geschichtenerzähler werden willst, reicht es nicht, wenn du nur für dich übst. Irgendwann kommt der Punkt, wo du dein Werk veröffentlichen willst. Neben Absagen von Literaturagenturen und Verlagen können für Selfpublisher auch die negativen Rezensionen bei Amazon einflattern.

Der beste Weg für einen Autor ist es also sich gezieltes, spezifisches Feedback einzuholen – sowohl für die einzelnen Szenen als auch für die globale Geschichte.

 

Feedback zu den Szenen:

Der wichtigste Teil des Feedbacks ist es herauszufinden, ob sich die Szene wandelt oder nicht.

Aber nachdem du weißt, wie man Szenen schreibt, die funktionieren, brauchst du Feedback, das über die Grundlagen herausgeht. Nun braucht man Hilfe herauszustellen, was im gewählten Genre Klischee ist und welche Figuren- und Settingkombinationen Innovation in die Geschichte bringen können.

Das sind Tipps wie: Kann dein Bösewicht auch kinderlieb sein, anstatt alle Menschen zu verachten? Das könnte eine Szene überraschender gestalten.

Oder wäre die Szene mit dem Fund der Leiche weniger Klischee, wenn man sie nicht in einer Hinterhofgasse oder an einem Flussufer findet, sondern im Ofen einer Bäckerei? (Dazu gibt’s eine Folge bei Castle ;-)

Eine geniale Szene war auch, wie John McClane im ersten Teil von Stirb Langsam gegen Hans Gruber gewinnt. John ist an einen Stuhl gefesselt und befindet sich in der Gnade des Schurken. Aber sein schlagfertiger, Besserwisser Humor entwaffnet Gruber und es gelingt John, seine eigene Waffe zu ziehen. Das war eine innovative Szene, wie sich der Held aus seiner Situation gerettet hat. (Natürlich wurde vorher John’s Art dargestellt, damit das Ende auch nachvollziehbar ist)

Mehr zu meiner Hilfe in der Analyse von Szenen kannst du hier finden: Analyse einer Szene.

 

Was war bisher für dich das Wichtigste, wenn du Szenen geschrieben hast? Worauf lag dein Augenmerk? Ich bin neugierig, davon zu hören. Hinterlasse doch einfach einen Kommentar. Danke =)

Roman: Kapitel und Szenen schreiben, die funktionieren (Leitfaden)

 

Erfahre mehr dazu, wie man überprüfen kann, ob die eigene Szene funktioniert:

Wenn man weiß, wie eine Szene aufgebaut ist, weiß man auch, wie man die Szene überprüfen kann. In diesem Artikel lernst du, wie du erkennen kannst, ob deine Szene funktioniert: Szenen schreiben, die funktionieren (Leitfaden)



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Melanie Naumann ist die erste deutsche zertifizierte Story Grid Lektorin. Sie liebt die Analyse von Geschichten – global betrachtet bis hin zu den Szenen und Beats – und hilft Autoren, eine authentische und charakterstarke Handlung in jeder Art von Setting zu entwickeln. Sie bietet sowohl die Diagnose eines Manuskripts an, als auch wöchentliche Coachinggespräche zwischen Autor und Lektor.

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